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	<title>Daniel Florian &#187; Medien</title>
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	<description>Politik - Medien - Wissenschaft</description>
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		<title>Ilse Aigner l&#246;scht ihren Facebook-Account</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2010/06/04/symbolpolitik-ilse-aigner-loescht-facebook-account/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 15:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Ilse Aigner hat es getan: Die Verbraucherschutzministerin hat aus Protest gegen die aus ihrer Sicht mangelnden Datenschutzbestimmungen ihren Facebook-Account gel&#246;scht. Dem Verbraucher n&#252;tzt das nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2010/06/04/symbolpolitik-ilse-aigner-loescht-facebook-account/" title="Permanent link to Ilse Aigner l&#246;scht ihren Facebook-Account"><img class="post_image alignnone" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2010/06/100604_facebook.jpg" width="480" height="240" alt="Post image for Ilse Aigner l&#246;scht ihren Facebook-Account" /></a>
</p><p>Ilse Aigner hat es getan: Die Verbraucherschutzministerin hat aus Protest gegen die aus ihrer Sicht mangelnden Datenschutzbestimmungen ihren Facebook-Account gel&#246;scht. &#8220;Ich werde meine Mitgliedschaft beenden&#8221;, sagte Aigner gestern in Berlin. &#8220;Als Verbraucherschutzministerin kann und will ich es nicht akzeptieren, dass ein Unternehmen wie Facebook gegen das Datenschutzrecht verst&#246;&#223;t und die Privatsph&#228;re seiner Mitglieder ignoriert.&#8221;</p>
<p>Die Ank&#252;ndigung erfolgte auf einer Pressekonferenz <a id="aptureLink_yvhgl2Ek6g" href="http://www.netzpolitik.org/2010/ilse-aigner-tritt-aus-facebook-aus/">direkt im Anschluss an ein Treffen mit Facebook-Lobbyist Richard Allen</a>, was einen etwas schalen Geschmack hinterl&#228;sst. Offensichtlich stand die Entscheidung der Ministerin schon vor dem Gespr&#228;ch fest, jedenfalls hat Aigner sich noch nicht einmal die Zeit genommen, &#252;ber die Argumente von Facebook nachzudenken. Kaum hatte Allen ihr B&#252;ro verlassen, verk&#252;ndete die Ministerin ihren Austritt.</p>
<p>Das Gespr&#228;ch war also nur kosmetischer Natur und stellte einen willkommenen Hintergrund f&#252;r eine medienwirksame Ank&#252;ndigung dar. Man kan sicherlich geteilter Meinung &#252;ber die Datenschutzbestimmungen von Facebook sein &#8211; die Manager so vorzuf&#252;hren entspricht aber meiner Ansicht nach nicht den Regeln des h&#246;flichen Umgangs.</p>
<p>Immerhin hat Aigner angek&#252;ndigt, dass das Thema Datenschutz im Internet mit ihrem Austritt aus Facebook nicht vergessen ist. Sie werde &#8220;so lange nicht ruhen&#8221; bis sich der Datenschutz bei Facebook &#8220;entscheidend&#8221; verbessert habe, lie&#223; die Ministerin wissen. Wie sie das erreichen will, sagte sie jedoch nicht. Der Austritt der Ministerin aus Facebook war jedenfalls mehr als ein PR-Stunt in eigener Sache als aktive Verbraucherschutzpolitik.</p>
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		<title>Reputation: wie misst man den Erfolg von PR?</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2010/04/28/reputation-wie-misst-man-den-erfolg-von-pr/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 19:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer meint, die Steigerung von Reputation alleine sei schon die Aufgabe der Kommunikationsexperten, greift zu kurz. Das Gesch&#228;ft der Kommunikatoren ist es statt dessen, bei den jeweiligen Anspruchsgruppen eine Verhaltens&#228;nderung zu erreichen,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2010/04/28/reputation-wie-misst-man-den-erfolg-von-pr/" title="Permanent link to Reputation: wie misst man den Erfolg von PR?"><img class="post_image alignnone" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2010/04/100428_idee.jpg" width="480" height="240" alt="Post image for Reputation: wie misst man den Erfolg von PR?" /></a>
</p><p>Wie mi&#223;t man den Erfolg von Public Relations? Das ist eine der Kernfragen, die der Leipziger Kommunikationsprofessor <a id="aptureLink_hR9bVFTmJZ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ansgar%20Zerfa%C3%9F">Ansgar Zerfa&#223;</a> auf die Branche zukommen sieht. Zerfa&#223; ist sogar verhalten optimistisch, dass die Kommunikatoren bald eine Antwort auf diese Frage haben werden, schlie&#223;lich werde bereits an einer L&#246;sung gearbeitet, so der Professor k&#252;rzlich auf einer Veranstaltung der Nachrichtenagentur <em>ddp</em>.</p>
<p>Die auf den Vortrag folgende Debatte mit Praktikern legte jedoch ein ganz anderes Problem offen: was ist eigentlich genau die Dienstleistung der Kommunikatoren? Oft fiel dabei der Begriff &#8220;Reputation&#8221;, aber ist es wirklich zielf&#252;hrend zu versuchen, Reputation messbar zu machen und damit auch zu zeigen, welchen Beitrag die Kommunikation zur Wertsch&#246;pfung eines Unternehmens leistet?</p>
<p>Ich glaube nicht. Und man sollte dies auch gar nicht versuchen. Wer meint, die Steigerung von Reputation alleine sei schon die Aufgabe der Kommunikationsexperten, greift zu kurz. Reputation schaffen ist kein Unternehmensziel und kann deswegen h&#246;chstens ein Mittel zum Zweck sein. </p>
<p>Das Gesch&#228;ft der Kommunikatoren ist es, bei den jeweiligen Anspruchsgruppen eine Verhaltens&#228;nderung zu erreichen, und das wiederum l&#228;sst sich einfach messen: im gesteigerten Absatz eines Produkts, oder &#8211; in der politischen Kommunikation &#8211; an den Ergebnissen des Wahlabends oder einer Abstimmung im Parlament. Lediglich die Effizienz der Ma&#223;nahmen &#8211; also ob das Ziel mit dem geringstm&#246;glichen Mitteleinsatz erreicht wurde &#8211; l&#228;sst sich nicht so einfach feststellen.</p>
<p>Noch aus einem anderen Grund ist es riskant f&#252;r Kommunikationsabteilungen oder Berater, &#8220;Reputation&#8221; als das Ergebnis ihrer Arbeit darzustellen: sie kann schnell wieder verloren sein. Reputation ist von so vielen Faktoren abh&#228;ngig, dass sie unm&#246;glich alle von der Kommunikationsabteilung kontrolliert werden k&#246;nnen. Ein einzelner korrupter Mitarbeiter kann die Reputation der ganzen Organisation zerst&#246;ren &#8211; selbst wenn die Arbeit der Kommunikationsabteilung noch so gut war.</p>
<p>Ich will damit nicht sagen, dass Reputation f&#252;r Organisationen nicht wichtig ist &#8211; im Gegenteil. Reputation ist ein Kernelement der &#8220;soft power&#8221; einer Organisation, also der F&#228;higkeit, andere Akteure ohne Zwang dazu zu bringen, die eigenen Ziele zu &#252;bernehmen. Aber das ist eben das Entscheidende: Reputation nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern als Mittel zum Ziel.</p>
<p>Foto: Martin Green –  <a id="aptureLink_lAXHeL5R2Z" href="http://de.fotolia.com/id/9218261">Fotolia.com</a></p>
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		<title>Das Jahr in Tweets</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2009/12/30/das-jahr-in-tweets/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 13:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Medientechnisch war 2009 das Jahr des Microbloggingdienstes Twitter. Inzwischen ist der neue Dienst inzwischen ein fester Teil der Medienlandschaft - kein Thema, das nicht auch auf Twitter ausf&#252;hrlich diskutiert wurde. Hier deswegen meine am meisten angeklickten Tweets - mein eigener Jahresr&#252;ckblick auf das Twitter-Jahr 2009.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2009/12/30/das-jahr-in-tweets/" title="Permanent link to Das Jahr in Tweets"><img class="post_image aligncenter" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2009/12/091230_twitter1.jpg" width="480" height="374" alt="Post image for Das Jahr in Tweets" /></a>
</p><p>Medientechnisch war 2009 das Jahr des Microbloggingdienstes Twitter. Als ich Twitter Ende 2008 anl&#228;sslich des SPD-Parteitags <a href="http://www.danielflorian.de/2008/10/18/live-gezwitscher-vom-spd-parteitag/">erstmals ausprobierte</a>, war mein Urteil noch gespalten. Aber ein Blick auf die Twitter-Themen von 2009 zeigt, dass der neue Dienst inzwischen ein fester Teil der Medienlandschaft ist &ndash; kein Thema, das nicht auch auf Twitter ausf&#252;hrlich diskutiert wurde.</p>
<p>Hier sind meine am meisten angeklickten Tweets &#8211; mein eigener Jahresr&#252;ckblick auf das Twitter-Jahr 2009:</p>
<blockquote><p>First video from film shootings of Andy Garcia&#8217;s film on the 2008 war in Georgia: <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/5123292500">http://ow.ly/wljT</a></p></blockquote>
<p>Der georgisch-russische Krieg von 2008 hat seine Schatten auch auf das laufende Jahr geworfen &ndash; in diesem Fall allerdings auf eine skurille Art und Weise in Form eines Hollywood-Blockbusters, in dem Andy Garcia den georgischen Pr&#228;sidenten Mikhail Saakaschwili spielt (Dislaimer: die Pr&#228;sidialverwaltung der russischen F&#246;deration ist ein <a target="blank" href="http://www.dimap-communications.de/referenzen/fallbeispiele/detail/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit-zur-russischen-g8-praesidentschaft">Kunde</a> meines Arbeitgebers dimap communications).</p>
<blockquote><p>Moldova: The Twitter Revolution <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/1475120047">http://ow.ly/2ki8</a></p></blockquote>
<p>Noch einige Monate vor den <a href="http://www.danielflorian.de/2009/06/15/why-twitter-beats-traditional-news/">W&#228;hlerprotesten im Iran</a> wurde bei den Wahlen in Moldova deutlich, wie B&#252;rger sich mit Hilfe von Diensten wie Twitter organisieren und damit Druck auf die Machthaber ausdr&#252;cken k&#246;nnen. </p>
<p>Der mediale Hype um das Demokratisierungspotential von Twitter ist jedoch schnell n&#252;chterneren Analysen gewichen: Evgeny Morozov, Autor des oben verlinkten Artikels, der Twitter als eine gro&#223;e Revolutionsmaschine preist, verdient sein Geld inzwischen mit <a target="blank" href="http://www.ted.com/talks/evgeny_morozov_is_the_internet_what_orwell_feared.html">Vortr&#228;gen dar&#252;ber, wie Twitter das Regiment diktatorischer Staaten st&#228;rkt</a>. Auch und gerade im Twitter-Zeitalter gilt also: eine packende &#220;berschrift ersetzt keine gr&#252;ndliche Analyse.</p>
<p>Letztere liefert etwa <a target="blank" href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E15407725A07244E0B2F84DFE036FE6AD~ATpl~Ecommon~Scontent.html">dieser Artikel</a> der Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel, die das Zusammenspiel von Twitter und klassischem Journalismus beschrieben hat. Dieser Link schaffte es zwar nicht in meine Twitter-Charts, aber Fauxpas meiner Leser sei hiermit gen&#252;ge getan.</p>
<blockquote><p>Germany: Twitterer taps police radio and tweets police tactics during hostage-taking &#8211; 3 died: <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/3403028069">http://ow.ly/kxYZ</a> #schwalmtal</p></blockquote>
<p>Ein eher unr&#252;hmliches Kapitel der deutschen Twitter-Geschichte: ein Twitterer horchte den Polizeifunk w&#228;hrend einer Geiselnahme ab und zwitscherte &#252;ber die taktischen Anweisungen der Beamten. Die Tweets wurden erst sp&#228;t entdeckt und h&#228;tten dem Geiselnehmer wertvolle Informationen liefern k&#246;nnen, wenn er sie gelesen h&#228;tte.</p>
<blockquote><p>Need to convince your boss of the usefulness of Twitter? Show him this piece: <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/5360475281">http://ow.ly/yxut</a></p></blockquote>
<p>Twitter hat 2009 auch viel Kritik auf sich gezogen, etwa weil Abgeordnete den Dienst nutzen, um das Ergebnis der Bundespr&#228;sidentenwahl noch vor der offiziellen Bekanntgabe durch den Bundestagspr&#228;sidenten zu verlauten. Klar ist: die News-Hierarchie wird durch Twitter geh&#246;rig durcheinandergebracht. Ein &#8220;Twitterstorm&#8221; (wie zum Beispiel das <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/1745063068">Knutsch-In gegen Homophobie</a> in Berlin, ein weiterer &#8220;most klicked&#8221; Link in meinem Twitter-Feed) kann kaum orchestriert werden und ist deswegen beinahe unkontrollierbar.</p>
<p>Was also ist Twitter? Ein emotionaler, liberaler Miet-Mob oder ein Instrument zur Kontrolle der Regierung, wie die &#8220;Trafigura-Aff&#228;re&#8221; nahelegt? Der britische <em>Guardian</em>, eines der wenigen Medien weltweit, das sich neuen Medien gegen&#252;ber weit ge&#246;ffnet hat, bietet im obigen Artikel ein paar gro&#223;artige Argumente zu dieser Debatte, die vielleicht erst im kommenden Jahr tats&#228;chlich abgeschlossen werden kann.</p>
<blockquote><p>Fired via Facebook &#8211; for stupid behaviour: <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/3225636481">http://ow.ly/jytV</a></p></blockquote>
<p>Und auch daf&#252;r ist Twitter toll &ndash; die Verbreitung von trivialen, aber witzigen Meldungen. </p>
<p>Wenn Sie weiterhin auch &#252;ber Twitter auf dem Laufenden gehalten werden wollen, folgen Sie mir einfach unter <a target="blank" href="http://www.twitter.com/daniel_florian">@daniel_florian</a>!</p>
<p>Abbildung: <a target="blank" href="http://blog.twitter.com/2009/12/top-twitter-trends-of-2009.html">Twitter Trending Topics 2009</a></p>
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		<title>Why Twitter beats traditional news</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2009/06/15/why-twitter-beats-traditional-news/</link>
		<comments>http://www.danielflorian.de/2009/06/15/why-twitter-beats-traditional-news/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 20:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[English Texts]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[When protests broke out in the aftermath of the recent election in Iran, many Western journalists were banned from reporting. Several German correspondents for example were told to stay in their offices and not go outside as long as the protests continue. Many did as they were told. Thus, it was up to citizen journalists in Tehran and elsewhere to provide the video footage that we see in our news shows.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="captionright" style="width:350px"><img src='http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2009/06/090615_iran.jpg' alt='Gewalt im Iran: B&#252;rgerjournalisten berichten' />
<p>Riots in Iran: Citizen journalists reported live. Photo: <a target="blank" href="http://www.flickr.com/people/fhashemi/">Faramarz Hashemi</a>, via flickr.com. Licence: <a target="blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">Creative Commons</a></p>
</div>
<p>When protests broke out in the aftermath of the recent election in Iran, many Western journalists were banned from reporting. Several German correspondents for example were told to stay in their offices and not go outside as long as the protests continue. Many did as they were told.</p>
<p>But what are journalists for if they cannot report from an ongoing crisis? In fact, there was little the ARD correspondent could say when he was interviewed in the channel&#8217;s flagship news programme, tagesschau, tonight. So where are we supposed to get our news if not from journalists? You guessed right: from the internet, and namely from Twitter and other social networks.</p>
<p>Over the past days, <a target="blank" href="http://mashable.com/2009/06/14/new-media-iran/">a number of websites have been set up</a> that collect videos, tweets and pictures from protesters and police abuse, informing the broader public at a time when traditional news is unable to do so.</p>
<p>In a special report on ARD, one of Germany&#8217;s public broadcasting corporations, Stefan Meining frankly admitted the dependence of traditional media outlets on internet sources:</p>
<blockquote><p>&#8220;Above all, its young people who endanger themselves by taking these pictures and putting them online despite the official censorship.&#8221;</p></blockquote>
<p>Essentially, that means that young Iranian teenagers and students do the &#8220;reporting&#8221;, while Western correspondents simply search YouTube for video footage and put a story together while sitting in front of their screens.</p>
<p>But it is not mainly the journalists who are to blame for the <a target="blank" href="http://www.nytimes.com/2009/06/15/business/media/15cable.html?_r=1&#038;ref=media">insufficient coverage</a>, and many still do a marvelous and dangerous job. In fact, Western journalists are under strict observation by the Iranian authorities. For them it just seems to be easier to control some hundred journalists than millions of citizens. Therefore, reporting from Iran is a huge risk in these days.</p>
<p>What is interesting to note though is the way that media is changing as a result of the internet revolution: It has always been the task of the media to control the government. But in the internet age, when the media was freed from the constraints of the printing press, it seems that you are no longer dependent on journalists to fulfill that role &ndash; in many (though not all) cases a broadband connection will do. </p>
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		<title>Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel und die &#8220;Twitter-Aff&#228;re&#8221;</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2009/01/28/thorsten-schaefer-guembel-und-die-twitter-affaere/</link>
		<comments>http://www.danielflorian.de/2009/01/28/thorsten-schaefer-guembel-und-die-twitter-affaere/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 19:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Landtagswahlen galt SPD-Kandidat Sch&#228;fer-G&#252;mbel als chancenlos. Umso erstaunlicher war daher die Tatsache, dass Sch&#228;fer-G&#252;mbel einen exzellenten Internetwahlkampf organisiert hat. Eine Bloggerin hat nun herausgefunden, dass TSG nicht selber getwittert haben soll - ein Skandal? Nicht wirklich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="captionright" style="width:350px"><img width=350px" src='http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2009/01/090128_tsg.jpg' alt='Ghosttweeting: hat TSG seine W&#228;hler angelogen?' />
<p>Ghosttweeting: hat TSG seine W&#228;hler angelogen? TSG-Tweet nach der Hessenwahl.</p>
</div>
<p>Trotz des K&#252;rzels TSG (das wohl an John F. Kennedy erinnern sollte) galt der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel bei den Landtagswahlen im Januar eigentlich als chancenlos. Umso erstaunlicher ist daher die Tatsache, dass Sch&#228;fer-G&#252;mbel einen exzellenten Internetwahlkampf organisiert hat.</p>
<p>Vor allen Dingen die Nutzung des noch relativ jungen Microblogging-Dienst <a target="blank" href="http://www.twitter.com/">Twitter</a> hat f&#252;r Aufsehen gesorgt. Denn im Unterschied zu den meisten anderen twitternden Politikern nutzt Sch&#228;fer-G&#252;mbel das Tool nicht zur Verbreitung von Petitessen und Belanglosigkeiten, sondern vermittelt tats&#228;chliche Inhalte und nutzt das Mobilisierungspotential des Netzes. Erstmals f&#252;hrte Sch&#228;fer-G&#252;mbel sogar ein <a target="blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/01/10/interview-mit-tsg-auf-twitter/">ganzes Interview &#252;ber Twitter</a>. Sein Twitter-Experiment war so erfolgreich, dass das Satire-Magazin <em>Titantic</em> sogar einen <a target="blank" href="http://twitter.com/tsghessenspd">falschen TSG-Twitteraccount</a> aufsetzte, in dem ein herzlich-naiver TSG &#8220;der Echte&#8221; &#252;ber seine Vorlieben f&#252;r Pils und seine Sekret&#228;rin plauschte &ndash; viel Feind, viel Ehr!</p>
<p>Ist es also tats&#228;chlich ein Riesenskandal, dass TSG nicht selber twittert, sondern dies durch eine Agentur erledigen l&#228;sst, <a target="blank" href="http://www.spuer-sinn.net/blog3/zwischenruf-11-alles-luge/">wie Tilla Pe findet</a>?</p>
<p>Soziale Netzwerke, Blogs und eben auch Twitter vermitteln nat&#252;rlich in besonderer Weise das Gef&#252;hl von Authentizit&#228;t &ndash; insofern ist die Emp&#246;rung verst&#228;ndlich. Aber auch politische Reden werden nicht von den Rednern geschrieben, sondern von spezialisierten Redenschreibern. Verantwortlich f&#252;r den Inhalt sind nat&#252;rlich dennoch die Politiker, sie stehen mit ihrer Person f&#252;r den Inhalt der Rede. &#196;hnliches l&#228;sst sich auch &#252;ber die Profile von Politikern in sozialen Netzwerken sagen: die Nutzer nehmen Blogposts, Tweets und Statusmeldungen als pers&#246;nliche Statements eines Politikers wahr &ndash; und dementsprechend viel Sorgfalt sollte man bei der Pflege der Profile walten lassen. Ein Tweet wird als direktes Zitat des Absenders bewertet.</p>
<p>Aber dennoch werden wir uns an Ghosttweeter gew&#246;hnen m&#252;ssen. Sie sind ebenso Teil der politischen Kommunikation &ndash; wie Redenschreiber und Spin-Doktoren. Politiker wie Ralf Stegner (<a target="blank" href="http://twitter.com/Ralf_Stegner/status/1154588996">&#8220;You get what you see&#8221;</a>) werden in Wahlkampfzeiten sicherlich die Ausnahme bleiben. F&#252;r die Berater gilt nat&#252;rlich umgekehrt, dass die Tweets zur Pers&#246;nlichkeit des Mandanten passen m&#252;ssen. Dies scheint bei TSG gelungen zu sein &ndash; wenigstens war der Onlinewahlkampf Sch&#228;fer-G&#252;mbels so erfolgreich, dass er Umfragen zufolge unter Internetnutzern sogar noch <a target="blank" href="http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,7504947,00.html">vor Roland Koch lag</a> &ndash; und allein das ist Masstab politischer Kampagnen.</p>
<p>Sch&#228;fer-G&#252;mbels Agentur Barracuda <a target="blank" href="http://twitter.com/oliverbarracuda/status/1153296455">weist den Vorwurf des Ghosttweeting zur&#252;ck</a>: &#8220;Ghostwriter? Nein. Techn. Unterst&#252;tzung beim Senden von Tweets, wenns anders nicht geht? Ja.&#8221; Egal &ndash; wer Recht hat, l&#228;sst sich vermutlich sowieso kaum kl&#228;ren, <a target="blank" href="http://netzpolitik.org/2009/wenn-politiker-mit-ghostwriter-twittern/">wie Markus Beckedahl meint</a>. Sch&#228;fer-G&#252;mbel hat mit seiner Kampagne immerhin gezeigt, dass Twitter ein Dienst ist, der im Wahlkampf nicht untersch&#228;tzt werden sollte.</p>
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		<title>Barack Obama setzt weiter auf das Internet</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 19:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach seinem historischen Sieg steht Barack Obama vor zwei kommunikativen Herausforderungen: die Republikaner auf seine Seite zu ziehen und die gro&#223;e Erwartungshaltung seiner W&#228;hler zu managen. Dabei setzt der neue US-Pr&#228;sident auch weiterhin auf die Mobilisierungskraft des Internet - und zeigt dabei die Umrisse eines neuen Regierungsstils: "Open Source Government".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Barack Obama hat in dieser Woche einen historischen Wahlsieg errungen. Der Senator hat nicht nur die Favoritin <a target="blank" href="http://www.danielflorian.de/2008/08/17/wie-hillary-clintons-kampagne-scheiterte/">Hillary Clinton &#252;berholt</a>, sondern sich auch gegen den republikanische Kandidaten John McCain durchsetzen k&#246;nnen. Mit der <a target="blank" href="http://www.realclearpolitics.com/news/ap/politics/2008/Nov/05/voter_turnout_best_in_generations__maybe_a_century.html">h&#246;chsten Wahlbeteiligung seit vielleicht 100 Jahren</a> im R&#252;cken kann sich Obama auf eine breites Mandat st&#252;tzen.</p>
<p>Bis zu seinem Amtantritt stehen er und sein Team jedoch vor zwei gro&#223;en kommunikativen Herausforderungen:</p>
<ol>
<li>
<div class="captionright"><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0YIq5Q15L1o&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0YIq5Q15L1o&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></div>
<p>Unter einem Teil der republikanischen Anh&#228;ngerschaft (und einigen Mandatstr&#228;gern) ist die Ansicht verbreitet, Obama sei &#8220;anti-amerikanisch&#8221; oder ein Muslim oder unterhalte gar Kontakte zu Terroristen. Diese Vorw&#252;rfe konnte auch John McCain im Wahlkampf nicht stehen lassen und musste seine eigenen Anh&#228;nger in einer Talkshow bremsen (siehe nebenstehendes Video). Und auch wenn republikanische Mandatstr&#228;ger ihre <a target="blank" href="http://www.nytimes.com/2008/11/09/us/politics/09memo.html?_r=1&#038;hp&#038;oref=slogin">harsche Rhetorik nun scheinbar zur&#252;ckfahren</a> &ndash; bis sich dieser Trend auch in den erzkonservativen Gegenden der USA durchsetzt, braucht es noch eine Menge &#220;berzeugungsarbeit durch Barack Obamas Regierung in-spe.</li>
<li>Der Wahlsieg Barack Obamas hat hohe Erwartungen geweckt. Der neue Pr&#228;sident muss nun zeigen, dass er nicht nur vom Wandel spricht, sondern ihn auch wirklich bringen kann. Dazu muss er auch kommunikativ einen neuen Gang einlegen. Die <em>Welt am Sonntag</em> <a target="blank" href="http://www.welt.de/wams_print/article2695096/Hoffnungen-enttaeuschen-Hoffnungen-erfuellen.html">berichtet heute &#252;ber ein Obama-Buch</a> mit dem Titel &#8220;Barack Obama &ndash; Sohn der Verhei&#223;ung, Kind der Hoffnung&#8221; und ein anderes Buch, dessen erster Satz lautet: &#8220;Es begann in Hawaii in einer Mondnacht, der Nacht, als Barack geboren ward.&#8221; So schreibt man &#252;ber Propheten, nicht &#252;ber Pr&#228;sidenten. Diese hohen Erwartungen zu managen, wird eine schwierige Aufgabe f&#252;r den Neuen im Wei&#223;en Haus sein. Barack Obama scheint sich dieser Herausforderung bewusst zu sein. In seiner <a target="blank" href="http://www.welt.de/politik/article2677761/Barack-Obamas-Siegesrede-im-Wortlaut.html">Siegesrede</a> bemerkte er vorausschauend: &#8220;Es gibt viele, die nicht mit jeder Entscheidung oder jeder Politik einverstanden sein werden, die ich als Pr&#228;sident mache. Und wir wissen, dass die Regierung nicht jedes Problem l&#246;sen kann.&#8221;</li>
</ol>
<p>Davon abgesehen lie&#223; seine Rede noch nicht erkennen, unter welchem Stern seine Pr&#228;sidentschaft stehen wird. &#8220;Unser Anstieg wird steil sein&#8221;, rief Obama seinen Anh&#228;ngern in Ohio zu. &#8220;Wir werden nicht in einem Jahr oder selbst in einer Amtszeit dort ankommen. Aber, Amerika, ich war nie hoffnungsvoller als heute abend, dass wir dort hinkommen werden.&#8221; Aber wohin genau der neue Pr&#228;sident das Land f&#252;hren will, blieb bislang noch offen. F&#252;r seinen Wahlkampf hatte Obama einen Slogan. F&#252;r seine Regierung muss er erst noch einen finden. </p>
<div class="captionright" style="width:300px"><img src='http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2008/11/081109_barackobama.jpg' alt='Wohin jetzt? Barack Obama in der Wahlnacht. Foto: Barack Obama, via flickr.' />
<p>Wohin jetzt? Barack Obama in der Wahlnacht. Foto: <a target="blank" href="http://www.flickr.com/photos/barackobamadotcom/">Barack Obama, via flickr</a>, Lizenz: <a target="blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">Creative Commons</a>.</p>
</div>
<p>Eines wird jedoch jetzt bereits deutlich: Barack Obama setzt weiterhin auf die Mobilisierungskraft des Internet und auf die direkte Einbeziehung der Amerikaner, die im Claim &#8220;Yes, we can!&#8221; ihren Ausdruck fand:</p>
<blockquote><p>Ich werde euch zuh&#246;ren, vor allem, wenn wir verschiedener Meinung sind. Und vor allem werde ich euch bitten, euch der Arbeit anzuschlie&#223;en, um diese Nation zu erneuern, auf die einzige Art, wie dies in Amerika seit 221 Jahren getan worden ist &ndash; Block um Block, Stein um Stein, schwielige Hand um schwielige Hand.</p></blockquote>
<p>Und genau so wie Obamas Kampagne nicht zuletzt von <a target="blank" href="http://www.heise.de/tr/Das-Geheimnis-seines-Erfolges--/artikel/118349">tausenden &#252;ber das Internet vernetzen freiwilligen Helfern getragen</a> wurde, nutzt der neue Pr&#228;sident das Internet auch weiterhin, um den Kontakt zu seinen begeisterten Anh&#228;ngern aufrecht zu erhalten und m&#246;glichst viele Menschen einzubinden. Die eigens f&#252;r die Transformationsphase eingerichtete Webseite <a target="blank" href="http://change.gov/">change.gov</a> protokolliert die Amts&#252;bergabe haargenau und informiert &#252;ber Barack Obamas Agenda und seine neue Regierung.</p>
<p>Vor allen Dingen aber werden die Amerikaner aufgefordert, ihre Vision von Amerika mit dem neuen Pr&#228;sidenten zu teilen &ndash; Obama h&#246;rt zu. Welche Hoffnungen und Sorgen haben seine W&#228;hler? Welche Probleme sollen von der neuen Regierung gel&#246;st werden? Klassisches &#8220;leadership&#8221; sieht anders aus &ndash; da geht der Pr&#228;sident voran und das Land folgt. Und sicherlich werden die amerikanischen Medien bald auch mehr F&#252;hrung des neuen Pr&#228;sidenten einfordern.</p>
<p>M&#246;glicherweise ist Obamas Webseite aber auch Zeichen eines neues Regierungsstils. Genau so, wie ein soziales Netzwerk w&#228;chst, wenn es offen ist und wenn viele an seiner Entwicklung mitarbeiten, ist auch Barack Obamas Wahlkampagne ein Zeichen der Macht der <a target="blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikinomics">Wikinomics</a> &ndash; und vielleicht der Beginn von &#8220;Open Source Government&#8221;: indem Barack Obama seine Anh&#228;nger so direkt wie m&#246;glich anspricht (und dabei Parteistrukturen und Medien umgeht) schafft er eine unmittelbare Ansprechbarkeit und einen &#8220;direkten&#8221; Draht zu seiner W&#228;hlerschaft. Diese wiederum wird mobilisiert, Obamas Politik als &#8220;word of mouth&#8221;-Aktivisten in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, in der Arbeit und in ihrem Basketballverein zu verteidigen.</p>
<p>Vielleicht also will Barack Obama das Erfolgsrezept seiner Wahlkampagne auch in der Regierung nutzen und nicht auf die &#8220;Weisheit der Massen&#8221; (und ihre Mobilisierungskraft) verzichten. Es w&#228;re nicht das erste Mal, dass uns der Senator aus Illinois und neue Pr&#228;sident der Vereinten Staaten &#252;berrascht.</p>
<p>P.S.: Just heute <a target="blank" href="http://www.globaldashboard.org/cooperation-and-coherence/the-other-obama-transition/">greift auch das <em>Global Dashboard</em> dieses Thema auf</a> und liefert zugleich einige Vorschl&#228;ge, wie Obama seine Unterst&#252;tzer weiter nutzen k&#246;nnte.</p>
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		<title>Foreign Policy sucht die einflussreichsten Intellektuellen</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2008/05/07/foreign-policy-sucht-die-einflussreichsten-intellektuellen/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 21:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikberatung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das "Foreign Policy Magazine" und "Prospect" wollen's wissen: wer sind die 20 einflussreichsten Denker auf der Welt? Und die Leser d&#252;rfen mit abstimmen. Meine Wahl steht, aber wer geh&#246;rt Ihrer Meinung nach auf die Liste?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ich mag das <a href="http://www.foreignpolicy.com/" title="Foreign Policy Magazine" target="_blank"><em>Foreign Policy</em></a>-Magazin. Anders als viele andere Politik-Zeitschriften hat es keine Scheu vor der drastischen Zuspitzung. Sie wollen wissen, wer welchen Einfluss in der internationalen Politik aus&#252;bt? <em>Foreign Policy</em> macht daraus zusammen mit dem ebenfalls sehr empfehlenswerten britischen <a target="blank" href="http://www.prospect-magazine.co.uk/"><em>Prospect Magazine</em></a> ein globales Intellektuellen-Casting &ndash; und nennt es auch so: &#8220;The Top 100 Public Intellectuals&#8221;. Aber es kommt noch besser: Sie, also die Leser, d&#252;rfen nun via Online-Umfrage abstimmen, wer die 20 einflussreichsten Intellektuellen sind &dash; oder neue Namen vorschlagen.</p>
<p>Und hier ist meine Wahl:</p>
<ul>
<li>Niall Ferguson, Historiker und Autor des gro&#223;artigen Buches <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FEmpire-Demise-British-Lessons-Global%2Fdp%2F0465023282%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1210173297%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=danielflorian-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Empire: How Britain Made the Modern World</a>&#8220;<img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=danielflorian-21&amp;l=ur2&amp;o=3" style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" border="0" height="1" width="1" />&#8220;</li>
<li>Thomas Friedman, einer der gro&#223;en Vordenker der Globalisierung</li>
<li>Al Gore, der gescheiterte Pr&#228;sidentschaftskandidat und gefeierte Nobelpreisgewinner – eine unglaubliche Karriere!</li>
<li>Ayaan Hirsi Ali, die streitbare und provokante Islam-Kritikerin und</li>
<li>Lilia Shevtsova, eine der besten Kenner des modernen Russland.</li>
</ul>
<p>Diese Liste ist nat&#252;rlich absolut subjektiv &ndash; Sie m&#252;ssen also <a href="http://www.foreignpolicy.com/story/cms.php?story_id=4262" title="Foreign Policy: The Top 100 Public Intellectuals" target="_blank">selbst abstimmen</a>, wenn Sie anderer Meinung sind! Aber: verraten Sie mir Ihre Top-5 und schreiben Sie ihre Liste als Kommentar!</p>
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		<title>It&#8217;s the spin, stupid!</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2008/02/24/its-the-spin-stupid/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 14:14:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Blair]]></category>

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		<description><![CDATA[Alastair Campbell, der Spin-Doktor Tony Blairs, schreibt in seinem Tagebuch &#252;ber Lady Di, Bill Clinton, und Tony Blair in Boxer-Shorts. Vor allen Dingen geht es allerdings um das Zusammenspiel von Politik und Medien im 21. Jahrhundert. Ein wichtiges Buch f&#252;r alle Politik- und Medienjunkies.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>F&#252;r viele ist Alastair Campbell das Sinnbild des sinistren, die Medien manipulierenden Spin-Doktors. Von 1994 bis 2003 war Campbell einer der engsten Mitarbeiter von Tony Blair, seit 1997 auch Regierungssprecher. In dieser Funktion war er wesentlich f&#252;r den Erfolg von Blairs &#8220;New-Labour-Projekt&#8221; verantwortlich, allerdings zog er auch viel Kritik auf sich. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Irak-Dossier der britischen Regierung, das er im Februar 2003 vorstellte, wurde ihm vorgeworfen, die Fakten aufgebauscht (&#8220;sexed up&#8221;) zu haben. Die Kontroverse um das Irak-Dossier f&#252;hrte zu einem tiefen Streit zwischen der BBC und der britischen Regierung und letztlich auch zum Tod eines Angestellten des britischen Verteidigungsministeriums, der von der BBC als Quelle genannt wurde.</p>
<div class="captionright"><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=danielflorian-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0091796296&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;lc1=224970&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></div>
<p>In Campbells Tagebuch &#8220;The Blair Years&#8221; geht es allerdings (und zum Gl&#252;ck) nicht nur um den Irak, sondern auch um andere Themen. Der Nordirland-Konflikt (der in Deutschland kaum wahrgenommen wurde) spielt ebenfalls eine gro&#223;e Rolle, wie auch der Tod von Prinzessin Diana, die Beziehungen zu den USA &ndash; und die Frage, wie Tony Blair in Shorts aussieht. Vor allen Dingen Bill Clinton spielt eine wichtige Rolle. Interessant ist aber auch, welche Themen nicht so prominent behandelt werden: Die EU-Gipfel erinnern in der Beschreibung Campbells h&#228;ufig eher an das Hauen und Stechen w&#228;hrend eines Weihnachtsbesuchs der Familie, und der Wahlsieg Gerhard Schr&#246;ders wie auch sein &#8220;Dritter Weg&#8221; werden jenseits des Kanals ebenfalls nur am Rande wahrgenommen.</p>
<p>Vor allen Dingen geht es aber darum, wie Politik und Medien im 21. Jahrhundert funktionieren. Die &#220;berallverf&#252;gbarkeit der Medien setzt Politik und Medien gleicherma&#223;en unter Druck. Politiker werden hoch- oder runtergeschrieben und die Medien unterliegen einem st&#228;ndigen Ver&#246;ffentlichungsdruck auf Kosten der Qualit&#228;t: &#8220;we have more media coverage than ever, but less understanding of real debate&#8221;, schreibt Campbell in seiner Einleitung.</p>
<p>Nat&#252;rlich: ein Spin-Doktor muss so etwas sagen, aber andererseits finde ich es bezeichnend, dass gerade ehemalige Journalisten, die auf die Sprecher-Seite wechseln (Campbell arbeitete zuvor beim <i>Daily Mirror</i> und bei der Boulevardzeitung <i>Today</i>), extrem kritisch gegen&#252;ber ihren fr&#252;heren Kollegen sind und mit wieviel Zynismus sie das Mediengesch&#228;ft beschreiben.</p>
<p>Campbell selber kritisiert vor allen Dingen die Tendenz der britischen Medien, selbst Erfolge zu kritisieren. Auch in Deutschland und Kontinentaleuropa werde diese Art der Berichterstattung zunehmen, prophezeite er 2006 auf dem &#8220;Politikkongress&#8221; in Berlin. Und auch ich habe 2005 kritisiert, <a href="http://www.danielflorian.de/2006/09/28/kanzler-oder-kanzlerin/">wie Redakteure mit suggestivem Journalismus versuchen, Wahlk&#228;mpfe zu beeinflussen</a>.</p>
<p>Ein weiterer roter Faden, der sich durch das ganze Buch zieht, ist die st&#228;ndige Versuchung, den Job an den Nagel zu h&#228;ngen. Zwischen Presse, Parteifreunden und Opposition bleibt keine Zeit mehr f&#252;r Privatleben. Campbell &ndash; der eigentlich nicht als &#8220;Blairite&#8221;, sondern als eher traditioneller Labour-Anh&#228;nger gilt &ndash; sieht sich dar&#252;ber hinaus auch in einem pers&#246;nlichen Konflikt. Aufgrund seines Jobs &#252;bernimmt er Blairs Positionen zu 100 Prozent, was ihm Streit mit seinen engsten Freunden und seiner Frau Fiona Millar (einer Beraterin von Cherie Blair) einbringt.</p>
<p>F&#252;r Polit- und Medien-Junkies ist &#8220;The Blair Years&#8221; eine interessante und lehrreiche &ndash; wenn auch ein wenig zu lang geratene &ndash; Lekt&#252;re. Und Gratis-Tipps von Bill Clinton gibt es auch: &#8220;There is no point in saying what you have done, keep saying what you are going to do&#8221;. Das sollte er lieber auch seiner Frau erz&#228;hlen &ndash; im US-Vorwahlkampf kann sie diesen Tipp gut gebrauchen. Erfahrung ist eben nicht alles.</p>
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		<title>Kanzler oder Kanzlerin?</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2006/09/28/kanzler-oder-kanzlerin/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Sep 2006 12:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Schröder]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Die CDU mag es nicht gerne h&#246;ren, aber sie ist auf Gerhard Schr&#246;der angewiesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der verbale Schlagabtausch der politisch-publizistische Elite in den unz&#228;hligen Talkshows konnte einem schon w&#228;hrend des Wahlkampfes mehr als einmal auf den Geist gehen.Und selbst viele Redakteure zeigten sich erleichtert, dass der Wahlkampf, der bis zum Wahlabend entschieden schien, dieses Mal nur kurz war. Das uneindeutige Wahlergebnis und die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD lassen die Politik-Experten aus der zweiten Reihe jedoch auch nach der Wahl im Rampenlicht stehen, wie gerade eben in &#8220;Hart aber Fair&#8221;: Dieselben Themen, dieselben Personen &ndash; darunter der unverhohlen parteiische Ulrich Reitz (Chefredakteur der <em>Westdeutschen Allgemeinen Zeitung</em> und Alice Schwarzer, die ihre Partei anscheinend nach dem Geschlecht des Kanzlerkandidaten ausw&#228;hlt.</p>
<p>Zuf&#228;llig kommentierten beide gemeinsam auch das TV-Duell w&#228;hrend des Wahlkampfes. Dabei sahen sie Angela Merkel, die &#8220;&#252;berraschend gut&#8221; gegen den &#8220;Favoriten&#8221; Schr&#246;der abgeschnitten habe, als eigentliche Siegerin des Duells (was die Mehrheit der Zuschauer aber nicht fand). Nach der Wahl sind die Rollen auf einmal verkehrt: Schr&#246;der hat in einem unglaublichen Wahlkampf die Transformation vom &#8220;Herausforderer im Amt&#8221; zum nahen Gewinner geschafft und die SPD vor einem bodenlosen Absturz bewahrt. Aber f&#252;r Schwarzer und Reitz, die im Wahlkampf noch so vehement Merkels Sieg im TV-Duell auf der Basis von relativen Gewinnen (&#8220;sie war besser als erwartet&#8221;) verteidigt hatten, z&#228;hlen jetzt nur noch absolute Gewinne (beziehungsweise Verluste, weil beide Volksparteien in der Wahl Stimmen verloren haben). Politischer kann Journalismus kaum sein.</p>
<p>Es ist richtig: Die CDU/CSU ist die st&#228;rkste Fraktion (da helfen auch die Rechenspiele der SPD nicht), aber sie hat die Wahl eben nicht gewonnen. Sie ist auf Koalitionsverhandlungen angewiesen, und weil es mit der FDP alleine eben nicht reicht, bedeutet das Gespr&#228;che mit der SPD. Und die Spitzenkandidaten der beiden gro&#223;en Parteien sind eben Angela Merkel und Gerhard Schr&#246;der. Beide sollten deshalb die Koalitionsverhandlungen leiten.</p>
<p>Schr&#246;der wei&#223; selbstverst&#228;ndlich (oder wird zumindest ahnen) dass er als Spitzenkandidat des kleineren Koalitionspartners kaum Kanzler werden kann. Und er wei&#223;, wie schwierig das Regierungsgesch&#228;ft mit einer nur widerspenstig folgenden Mehrheit ist. Selbst wenn er k&#246;nnte, wird er sich daher gut &#252;berlegen, ob er Kanzler einer Gro&#223;en Koalition sein will.</p>
<p>Und zu guter letzt ist unwahrscheinlich, dass Schr&#246;der in vier Jahren noch einmal als Kanzler kandidieren w&#252;rde (schon 1998 sagte er, dass acht Jahre f&#252;r einen Kanzler &#8220;eine gute Zeit&#8221; seien). F&#252;r die SPD w&#228;re es deswegen strategisch besser, schon w&#228;hrend einer Gro&#223;en Koalition einen neuen Spitzenkandidaten aufbauen zu k&#246;nnen. Aber jetzt ist Schr&#246;der der Spitzenkandidat der SPD, und die CDU ist auf ihn angewiesen, wenn Sie eine Koalition mit den Sozialdemokraten f&#252;hren will. Ob sie will oder nicht.</p>
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