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	<title>Daniel Florian &#187; Medien</title>
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	<description>Politik - Medien - Wissenschaft</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 08:45:12 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die Doppelmoral der Medien in der Wulff-Affäre</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 08:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Hottelet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[17. Legislaturperiode]]></category>

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		<description><![CDATA[Exzessiv und geradezu hysterisch haben die Medien Wochen lang über die Kreditaffäre des Bundespräsidenten berichtet. Doch die mediale Aufgeregtheit steht in keinem Verhältnis zu den Verfehlungen Wulffs. So mancher Kommentar trieft vor Doppelmoral.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2012/01/31/die-doppelmoral-der-medien-in-der-wulff-affaere/" title="Permanent link to Die Doppelmoral der Medien in der Wulff-Affäre"><img class="post_image alignnone" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2012/01/120131_brigitte-zypries-mit-bild.jpg" width="480" height="240" alt="Post image for Die Doppelmoral der Medien in der Wulff-Affäre" /></a>
</p><p>Exzessiv und geradezu hysterisch haben die Medien Wochen lang über die Kreditaffäre des Bundespräsidenten berichtet. Mehr Augenmaß und weniger Pharisäertum täte dabei den Journalisten gut. Denn die mediale Aufgeregtheit steht in keinem Verhältnis zu den Verfehlungen. So mancher Kommentar trieft vor Doppelmoral.</p>
<p>Das mehrwöchige mediale Dauerfeuer in den Gazetten, Online-Portalen und TV-Talkshows schlägt nahezu alle Rekorde: Nicht einmal die Bundestagswahl beherrscht derart lange die Schlagzeilen. Dagegen wurde über die Nachricht eines Massakers mit 3.000 Toten im Südsudan (die gleiche Zahl an Opfern wie bei den Anschlägen des 11. September!) Anfang Januar fast nur als Randnotiz berichtet. Ein derart hoher Verlust von Menschenleben verursachte in den Medien und in der Öffentlichkeit nicht einmal den Bruchteil des Furors, den die Umstände eines Hauskaufs in Niedersachsen hervorgerufen haben. Da ist die Frage nach den Maßstäben, die in der Bewertung angelegt werden, überfällig.</p>
<p>Um nicht missverstanden zu werden: Christian Wulff hat fraglos diverse Fehler, Versäumnisse und Ungeschicklichkeiten begangen. Mehrfach hat er das nötige Gespür vermissen lassen, sei es im sorglosen Umgang mit Freunden aus der Wirtschaft oder beim Bedrängen von Verantwortlichen des Springer-Verlags. Zudem war sein Krisenmanagement amateurhaft. Andererseits hat er zumindest sein Fehlverhalten mehrfach eingeräumt.</p>
<p>Der Berichterstattungsexzess mutet jedoch wie eine mediale Jagd auf Wulff an. Was sind die Gründe dafür? Zum einen ist es schlicht die kommerzielle Gier nach höheren Auflagen, Quoten und Klickzahlen. Die Affäre eignet sich dafür in mehrfacher Hinsicht sehr gut. Entsprechend kräftig wird das Feuer nimmermüde angeheizt. Die hierzulande starke Neigung vieler Wutbürger zur Häme im Internet kommt da gerade recht, zumal während der nachrichtenarmen Jahreswende, sozusagen dem &#8220;Winterloch&#8221;.</p>
<p>Zum anderen ist es die nachwirkende Enttäuschung über den Sieg des von vielen als blass empfundenen Kandidaten Wulff über den Medienliebling Joachim Gauck. Dabei wäre dieser seinerseits unter starken Beschuss geraten, als er die Proteste gegen das Gebaren der Finanzmärkte vor Monaten als &#8220;unsäglich albern&#8221; bezeichnete. Man kann durchaus spekulieren, dass ein Bundespräsident, der sich in seinen Reden weniger als Wulff zurückhält, sondern sich politisch stärker aus dem Fenster lehnt, von den gleichen Journalisten verrissen wird, die ihn zuvor herbeigeschrieben haben. Die gescheiterten Nicht-Polit-Profis Paul Kirchhoff und Jost Stollmann mussten diese Erfahrung machen.</p>
<p>Zu Recht kritisiert wird Wulffs berüchtigte Nachricht auf der Mailbox von <em>Bild</em>-Chefredakteur Kai Diekmann. Dies hat zu einem Solidarisierungseffekt unter Journalisten geführt. Äußerst merkwürdig mutet aber der Zeitpunkt an, zu dem der Anruf von <em>Bild</em>-Journalisten an andere Zeitungen lanciert wurde: Die Affäre ebbte nach der Jahreswende gerade ab, nachdem sich sogar SPD-Chef Sigmar Gabriel dafür ausgesprochen hatte. Zudem hatte Diekmann die Entschuldigung Wulffs für seine unpräsidiable Wortwahl akzeptiert.</p>
<p>Gerade die <em>Bild</em> müsste es eigentlich gewohnt sein, dass vor der Berichterstattung Druck ausgeübt wird. Schließlich wendet sie seit Jahrzehnten fragwürdige Methoden an, um an Informationen zu kommen oder ihren Storys den gewünschten Dreh zu geben. Promis sehen sich oft vor die Wahl gestellt, entweder das Boulevardblatt mit Infos, zum Beispiel aus ihrem Privatleben, zu beliefern und ihm Interviews zu geben oder ansonsten negative Geschichten über sich dort lesen zu müssen. Wer so agiert, sollte nicht Zeter und Mordio schreien, wenn ein wütender Politiker seinem Ärger auf einem Anrufbeantworter Luft macht. Der eigentliche Missstand sind die verbreiteten Deals zwischen Medien und Politikern. Das bekannteste Beispiel liefert ausgerechnet die <em>Bild</em>-Zeitung mit ihrer strategischen Kooperation mit zu Guttenberg. Zu den Fehlern, die Wulff begangen hat, zählt sicher, dass er dachte, sich durch Homestorys mit Ehefrau Bettina in der <em>Bild</em> das ewige Wohlwollen der Redaktion gesichert zu haben.</p>
<p>Man kann annehmen, dass die Springer-Zeitung ein Exempel statuieren will, dass sie selbst das Staatsoberhaupt stürzen kann. Erreicht sie das, wird das auf alle Objekte ihrer Berichterstattung tiefen Eindruck machen, vom Schlager-Sternchen bis zum Spitzenpolitiker. Sie werden sich dann noch sorgfältiger überlegen, ob sie es sich leisten können, die Kooperation mit dem Blatt zu verweigern.</p>
<p>Gerade seriöse Medien, die normalerweise wohlweislich eine kritische Haltung gegenüber dem Boulevardmedium pflegen, müssen sich hinterfragen lassen, ob sie dieses Spiel mitspielen wollen. Der Medienwissenschaftler Stephan Weichert spricht von einer Entente cordiale zwischen <em>Bild</em>, <em>Spiegel</em>, <em>FAZ</em> und <em>SZ</em>. Der mehr oder minder geneigte Leser erlebt einen Machtkampf zwischen diesen und anderen Medien und dem Staatsoberhaupt. Die Berichterstattung, die eigentliche Aufgabe von Journalisten, ist in vielen Artikeln zum bloßen Mittel zum Zweck verkommen. Die Berichterstatter haben sich zu Akteuren und Jägern aufgeschwungen, die den Bundespräsidenten zum Rücktritt zwingen wollen.</p>
<p>Ihre harsche Kritik an so manchem Detail des Hauskredits und der zögerlichen Offenlegung durch Wulff lässt einen nicht nur angesichts der von vielen Medienvertretern gerne in Anspruch genommenen Presserabatte an den berühmten Bewohner des Glashauses denken, der nicht mit Steinen werfen sollte. Allzu viele Journalisten – leider nicht nur im Boulevard &#8211; frisieren ihre Rechercheergebnisse dahingehend, dass eine flotte Geschichte dabei herauskommt. Gegenargumente und Aspekte, die der gewünschten Stoßrichtung entgegenlaufen, werden flugs ignoriert oder marginalisiert. Im Branchenjargon heißt das, man solle &#8220;die Story nicht kaputt recherchieren&#8221;. Mit dieser Berufsauffassung lassen sich zwar flotte Texte schreiben, mit der Ergründung der Wahrheit hat sie aber wenig zu tun. Auf dieses Podest stellen sich jedoch viele Kommentatoren in der Wulff-Affäre. Selten akribisch und penibel wird jeder Umstand des Hauskredits hin- und hergewendet, auf dass er doch Stoff für die gewünschte Wulff-Schlagzeile von morgen liefern möge. Einen solchen Recherchefleiß wünschte man sich bei so manchem anderen Thema.</p>
<p>Der Journaille kommt in der Debatte im Übrigen eine deutsche Eigenart entgegen. Auch die Öffentlichkeit diskutiert mit Inbrunst Vergehen von Politikern, die in anderen Ländern lediglich ein Achselzucken hervorrufen, sei es der private Gebrauch von Dienstwagen oder das Einheimsen von Bonusmeilen. Auch wenn es dieser hohen Messlatte in der öffentlichen Beurteilung zu verdanken ist, dass ein Berlusconi hierzulande wohl kaum mehrfach wiedergewählt würde, so droht doch, dass das rechte Maß und die Relevanz der jeweiligen Angelegenheit im Sturm der Entrüstung untergehen. Ausländische Beobachter schütteln ob solcher überzogenen Aufgeregtheit oft den Kopf über die Deutschen.</p>
<p>Jenseits der aktuellen Debatte wird ein grundsätzliches Problem deutlich. Das Amt des Bundespräsidenten wird mit Erwartungen an eine Vorbildrolle, möglichst gepaart mit rhetorischer Brillanz, schlicht überfrachtet. Mehr Realismus und Nüchternheit würden gut tun. Von großer Bedeutung ist das Amt in besonderen Situationen, die das Grundgesetz festlegt, und bei der Prüfung der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen. Dazu muss der Präsident keine Lichtgestalt sein, auch wenn das – wie bei anderen Politikern und Amtsträgern auch – wünschenswert wäre.</p>
<p>Glaubwürdigkeit und moralische Autorität sind hohe Güter. Der Bundespräsident sollte danach streben und sie so weit wie möglich ausstrahlen. Für Journalisten gilt das aber ebenfalls.</p>
<p><a title="Ulrich Hottelet" href="http://www.hottelet.de/" target="_blank">Ulrich Hottelet</a> ist freier Journalist. Er lebt in Berlin.</p>
<p>Foto: <a title="Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/springfeld/2249602563/" target="_blank">Udo Springfeld</a>, Lizenz: <a title="CC BY 2.0" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en" target="_blank">CC BY 2.0</a></p>
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		<title>Streitet um Sachfragen, nicht Machtfragen!</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2011/08/17/streitet-um-sachfragen-nicht-machtfragen/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 18:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt: die Rituale der politische Klasse kommen bei jungen Wählern nicht an. Politik muss wieder anschlussfähig werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2011/08/17/streitet-um-sachfragen-nicht-machtfragen/" title="Permanent link to Streitet um Sachfragen, nicht Machtfragen!"><img class="post_image alignnone" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2011/08/110817_sprichst-du-politik.jpg" width="480" height="240" alt="Post image for Streitet um Sachfragen, nicht Machtfragen!" /></a>
</p><p>Woran liegt es, dass sich Jugendliche scheinbar immer weniger für Politik interessieren (oder zumindest für den Teil von Politik, der sich um politische Parteien, Institutionen und Prozesse dreht)? Sind junge Wähler politikverdrossen oder nur <em>politiker</em>verdrossen? Diese Fragen haben sich die Friedrich-Ebert-Stiftung und ein Forscherteam unter der Leitung von <a target="blank" href="http://www.sprichst-du-politik.de/forschungsteam/bettina-fackelmann/">Bettina Fackelmann</a> gestellt und eine Studie mit dem Titel <a target="blank" href="http://www.sprichst-du-politik.de/">&#8220;Sprichst du Politik?&#8221;</a> entworfen und durchgeführt. </p>
<p>&#8220;Die Sprache der Politiker wird als autoritär empfunden&#8221;, fasst Christina Schildmann, Referentin der Friedrich-Ebert-Stiftung, die Ergebnisse der Studie zusammen, und nicht als eine Sprache, bei der man mit seinen eigenen Erfahrungen &#8220;einhaken&#8221; kann. Die Fachsprache und auch die von den Medien arrangierten Show-Arenen ließen keine echte Bereitschaft zu Dialog erkennen. </p>
<p>&#8220;Also ich denke nicht, dass jemand von den Linken mit einem CDU-Mann übereinstimmen möchte oder auch nur ansatzweise zeigen möchte, dass sie einander zuhören&#8221;, sagt einer der befragten Schüler. &#8220;Das sind ja vollkommen verschiedene Ansichten. Aber das ist ja das eigentliche Problem, dass sie nicht auf den anderen eingehen. Alle denken an sich und wollen ihre eigenen Ziele durchsetzen und das ist es.&#8221;</p>
<p>Diese Erfahrung bestätigt auch Michael Borchard, Hauptabteilungsleiter Politik und Beratung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Wähler belohnen Harmonie und bestrafen Konflikte. Gleichzeitig fördere die Mediengesellschaft eine konflikthafte Zuspitzung von politischen Diskussionen. Konfliktfähigkeit als &#8220;zentrale Kompetenz für eine politische Auseinandersetzung im eigenen Alltag&#8221; werde weder im privaten Umfeld noch in der Schule ausreichend vermittelt, scheiben die Autoren der Studie. Politische Debatten werden als störend oder irritierend empfunden.</p>
<p>Auch die Sprache vieler Politiker wird von Jugendlichen kritisiert. 59% der befragten Schüler sind überzeugt, dass Politiker absichtlich eine abgehobene Sprache sprechen. Eine &#8220;ehrliche&#8221; Sprache, die einen Kampfeinsatz auch &#8220;Kampfeinsatz&#8221; nennt und nicht &#8220;robustes Mandat&#8221; werde von den Wählern honoriert &#8211; das zeigten schon die Beliebtheitswerte etwa des damaligen Verteidigungsministers zu Guttenberg und seines Nachfolgers Thomas de Maizière.</p>
<p>[aartikel]3593370174:right[/aartikel] Für die politische Bildung liegt die wichtigste Herausforderung darin, Akzeptanz für politische Konflikte zu schaffen. Politik ist in seinem Kern nichts anderes als die Austragung von Konflikten über gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme. </p>
<p>Politiker hingegen müssen wieder mehr Konflikte über Sachthemen, nicht über Machtfragen führen. Sonst entsteht das Bild einer politischen Kaste, für die Machtgewinn und Machterhalt das Wichtigste und die Bedürfnisse der Bürger nur ein Mittel zum Zweck sind. Anders formuliert: Das strategische Dreieck politischer Akteure mit den Eckwerten &#8220;Stimmen&#8221;, &#8220;Posten&#8221; und &#8220;Inhalten&#8221; muss sich wieder stärker auf die Inhalte besinnen.</p>
<p>Foto: Daniel Florian, Sprichst Du Politik? Lizenz: CC BY-SA 2.0</p>
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		<title>Cyber-utopians vs. tech-pessimists: who wins?</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2011/04/25/cyber-utopians-vs-tech-pessimists-who-wins/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 09:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[English Texts]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[There is much discussion about whether the Internet is mainly a tool for protests or an instrument of dictators. Putting theory aside, however, most of the people in the Arab world or elsewhere seem to embrace the Internet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2011/04/25/cyber-utopians-vs-tech-pessimists-who-wins/" title="Permanent link to Cyber-utopians vs. tech-pessimists: who wins?"><img class="post_image alignnone" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2011/04/110425_egypt.jpg" width="480" height="240" alt="Post image for Cyber-utopians vs. tech-pessimists: who wins?" /></a>
</p><p>A lot of ink has been spilled in the debate between cyber-utopians and tech-pessimists about the potential of blogs and social networks to spark revolutions or strengthen dictatorships. Evgeny Morozov and Clay Shirky in particular engaged in <a target="blank" href="http://www.prospectmagazine.co.uk/2009/11/how-dictators-watch-us-on-the-web/">a long (and occasionally exhausting) exchange of articles</a> for example in <em>Prospect </em>magazine; and while Malcolm Gladwell <a target="blank" href="http://www.newyorker.com/reporting/2010/10/04/101004fa_fact_gladwell">dismisses the importance of technology in recent revolutions</a>, Google&#8217;s Eric Schmidt and Jared Cohen <a href="http://www.foreignaffairs.com/discussions/news-and-events/eric-schmidt-and-jared-cohen-on-the-digital-disruption">embrace it</a>.</p>
<p>But although all these prominent writers have thought intensively about the link between technology and freedom, we are still far away from an agreement. Partly, I believe, this has to do with the fact that some of the debaters seem to be more interested in their own egos than in the subject itself. Partly, it is also because we only have very limited data and finding a causal relationship between Twitter and the start of a revolution is indeed very difficult if not impossible.</p>
<p>On balance, however, I tend to side with the cyber-uptopians rather than the tech-pessimists. Of course, Gladwell is right to remind us that high-risk-activism is a &#8220;strong-tie&#8221; phenomenon. Referring to the protests in Eastern Germany which led to the fall of the Berlin Wall he writes:</p>
<blockquote><p>Each group was in limited contact with the others: at the time, only thirteen per cent of East Germans even had a phone. All they knew was that on Monday nights, outside St. Nicholas Church in downtown Leipzig, people gathered to voice their anger at the state. And the primary determinant of who showed up was &#8220;critical friends&#8221; &#8211; the more friends you had who were critical of the regime the more likely you were to join the protest.</p></blockquote>
<p>Technology alone is certainly not sufficient, but blogs, Facebook, and Twitter can provide for a digital equivalent to the St. Nicholas Church, i.e. serve as a platform to meet likeminded people and to reassure oneself that one is not alone with his criticism of the regime (Thomas Friedman <a target="blank" href="http://www.nytimes.com/2009/06/17/opinion/17friedman.html?th&#038;emc=th">first made a similar argument</a> with regard to the 2009 protests in Iran).</p>
<p>[aartikel]1846143535:right[/aartikel] Similarly, governments in China, Iran, and elsewhere of course do use the Internet in order to spy on protestors. And despite the various technologies to disguise onself on the Internet, this may not always help. We witness a constant race between those who use the Internet as a tool for liberation and those who use it as a means of opression. Presumably, there will never be a clear winner in this race &#8211; somewhere, there will always be a Neo, fighting against the Matrix that evil dictators have programmed to keep their people distracted from the real problems.</p>
<p>But most importantly, if you are speaking to people from Egypt who went to Tahrir Square in January and February, they themselves firmly believe that the Internet helped them with their protests. And if the Internet really was a tool for repression, why would governments in Egypt, Libya, and elsewhere shut Internet services down once it&#8217;s getting hotter in the streets?</p>
<p>The Internet is neither &#8220;good&#8221; nor &#8220;bad&#8221; &#8211; it&#8217;s what people make of it. And many citizens in the Arab world (and elsewhere, including the US and Europe) rely on the Internet as a place where they can voice their criticism if traditional media ignores social and political problems. It provides a direct link to donor organisations and offers some kind of protection for prominent members of the opposition. Therefore, we should promote the use of the Internet wherever we can, knowing that this can only be the first step.</p>
<p>Foto: Ahmad Hammoud, <a target="blank" href="http://www.flickr.com/photos/ahmadhammoudphotography/5410375058/in/set-72157625834665049">Protest 5</a>, Lizenz: <a target="blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY 2.0</a></p>
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		<title>Ilse Aigner löscht ihren Facebook-Account</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2010/06/04/symbolpolitik-ilse-aigner-loescht-facebook-account/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 15:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Ilse Aigner hat es getan: Die Verbraucherschutzministerin hat aus Protest gegen die aus ihrer Sicht mangelnden Datenschutzbestimmungen ihren Facebook-Account gelöscht. Dem Verbraucher nützt das nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2010/06/04/symbolpolitik-ilse-aigner-loescht-facebook-account/" title="Permanent link to Ilse Aigner löscht ihren Facebook-Account"><img class="post_image alignnone" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2010/06/100604_facebook.jpg" width="480" height="240" alt="Post image for Ilse Aigner löscht ihren Facebook-Account" /></a>
</p><p>Ilse Aigner hat es getan: Die Verbraucherschutzministerin hat aus Protest gegen die aus ihrer Sicht mangelnden Datenschutzbestimmungen ihren Facebook-Account gelöscht. &#8220;Ich werde meine Mitgliedschaft beenden&#8221;, sagte Aigner gestern in Berlin. &#8220;Als Verbraucherschutzministerin kann und will ich es nicht akzeptieren, dass ein Unternehmen wie Facebook gegen das Datenschutzrecht verstößt und die Privatsphäre seiner Mitglieder ignoriert.&#8221;</p>
<p>Die Ankündigung erfolgte auf einer Pressekonferenz <a id="aptureLink_yvhgl2Ek6g" href="http://www.netzpolitik.org/2010/ilse-aigner-tritt-aus-facebook-aus/">direkt im Anschluss an ein Treffen mit Facebook-Lobbyist Richard Allen</a>, was einen etwas schalen Geschmack hinterlässt. Offensichtlich stand die Entscheidung der Ministerin schon vor dem Gespräch fest, jedenfalls hat Aigner sich noch nicht einmal die Zeit genommen, über die Argumente von Facebook nachzudenken. Kaum hatte Allen ihr Büro verlassen, verkündete die Ministerin ihren Austritt.</p>
<p>Das Gespräch war also nur kosmetischer Natur und stellte einen willkommenen Hintergrund für eine medienwirksame Ankündigung dar. Man kan sicherlich geteilter Meinung über die Datenschutzbestimmungen von Facebook sein &#8211; die Manager so vorzuführen entspricht aber meiner Ansicht nach nicht den Regeln des höflichen Umgangs.</p>
<p>Immerhin hat Aigner angekündigt, dass das Thema Datenschutz im Internet mit ihrem Austritt aus Facebook nicht vergessen ist. Sie werde &#8220;so lange nicht ruhen&#8221; bis sich der Datenschutz bei Facebook &#8220;entscheidend&#8221; verbessert habe, ließ die Ministerin wissen. Wie sie das erreichen will, sagte sie jedoch nicht. Der Austritt der Ministerin aus Facebook war jedenfalls mehr als ein PR-Stunt in eigener Sache als aktive Verbraucherschutzpolitik.</p>
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		<title>Reputation: wie misst man den Erfolg von PR?</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2010/04/28/reputation-wie-misst-man-den-erfolg-von-pr/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 19:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer meint, die Steigerung von Reputation alleine sei schon die Aufgabe der Kommunikationsexperten, greift zu kurz. Das Geschäft der Kommunikatoren ist es statt dessen, bei den jeweiligen Anspruchsgruppen eine Verhaltensänderung zu erreichen,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2010/04/28/reputation-wie-misst-man-den-erfolg-von-pr/" title="Permanent link to Reputation: wie misst man den Erfolg von PR?"><img class="post_image alignnone" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2010/04/100428_idee.jpg" width="480" height="240" alt="Post image for Reputation: wie misst man den Erfolg von PR?" /></a>
</p><p>Wie mißt man den Erfolg von Public Relations? Das ist eine der Kernfragen, die der Leipziger Kommunikationsprofessor <a id="aptureLink_hR9bVFTmJZ" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ansgar%20Zerfa%C3%9F">Ansgar Zerfaß</a> auf die Branche zukommen sieht. Zerfaß ist sogar verhalten optimistisch, dass die Kommunikatoren bald eine Antwort auf diese Frage haben werden, schließlich werde bereits an einer Lösung gearbeitet, so der Professor kürzlich auf einer Veranstaltung der Nachrichtenagentur <em>ddp</em>.</p>
<p>Die auf den Vortrag folgende Debatte mit Praktikern legte jedoch ein ganz anderes Problem offen: was ist eigentlich genau die Dienstleistung der Kommunikatoren? Oft fiel dabei der Begriff &#8220;Reputation&#8221;, aber ist es wirklich zielführend zu versuchen, Reputation messbar zu machen und damit auch zu zeigen, welchen Beitrag die Kommunikation zur Wertschöpfung eines Unternehmens leistet?</p>
<p>Ich glaube nicht. Und man sollte dies auch gar nicht versuchen. Wer meint, die Steigerung von Reputation alleine sei schon die Aufgabe der Kommunikationsexperten, greift zu kurz. Reputation schaffen ist kein Unternehmensziel und kann deswegen höchstens ein Mittel zum Zweck sein. </p>
<p>Das Geschäft der Kommunikatoren ist es, bei den jeweiligen Anspruchsgruppen eine Verhaltensänderung zu erreichen, und das wiederum lässt sich einfach messen: im gesteigerten Absatz eines Produkts, oder &#8211; in der politischen Kommunikation &#8211; an den Ergebnissen des Wahlabends oder einer Abstimmung im Parlament. Lediglich die Effizienz der Maßnahmen &#8211; also ob das Ziel mit dem geringstmöglichen Mitteleinsatz erreicht wurde &#8211; lässt sich nicht so einfach feststellen.</p>
<p>Noch aus einem anderen Grund ist es riskant für Kommunikationsabteilungen oder Berater, &#8220;Reputation&#8221; als das Ergebnis ihrer Arbeit darzustellen: sie kann schnell wieder verloren sein. Reputation ist von so vielen Faktoren abhängig, dass sie unmöglich alle von der Kommunikationsabteilung kontrolliert werden können. Ein einzelner korrupter Mitarbeiter kann die Reputation der ganzen Organisation zerstören &#8211; selbst wenn die Arbeit der Kommunikationsabteilung noch so gut war.</p>
<p>Ich will damit nicht sagen, dass Reputation für Organisationen nicht wichtig ist &#8211; im Gegenteil. Reputation ist ein Kernelement der &#8220;soft power&#8221; einer Organisation, also der Fähigkeit, andere Akteure ohne Zwang dazu zu bringen, die eigenen Ziele zu übernehmen. Aber das ist eben das Entscheidende: Reputation nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern als Mittel zum Ziel.</p>
<p>Foto: Martin Green –  <a id="aptureLink_lAXHeL5R2Z" href="http://de.fotolia.com/id/9218261">Fotolia.com</a></p>
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		<title>Das Jahr in Tweets</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2009/12/30/das-jahr-in-tweets/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 13:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Medientechnisch war 2009 das Jahr des Microbloggingdienstes Twitter. Inzwischen ist der neue Dienst inzwischen ein fester Teil der Medienlandschaft - kein Thema, das nicht auch auf Twitter ausführlich diskutiert wurde. Hier deswegen meine am meisten angeklickten Tweets - mein eigener Jahresrückblick auf das Twitter-Jahr 2009.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.danielflorian.de/2009/12/30/das-jahr-in-tweets/" title="Permanent link to Das Jahr in Tweets"><img class="post_image aligncenter" src="http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2009/12/091230_twitter1.jpg" width="480" height="374" alt="Post image for Das Jahr in Tweets" /></a>
</p><p>Medientechnisch war 2009 das Jahr des Microbloggingdienstes Twitter. Als ich Twitter Ende 2008 anlässlich des SPD-Parteitags <a href="http://www.danielflorian.de/2008/10/18/live-gezwitscher-vom-spd-parteitag/">erstmals ausprobierte</a>, war mein Urteil noch gespalten. Aber ein Blick auf die Twitter-Themen von 2009 zeigt, dass der neue Dienst inzwischen ein fester Teil der Medienlandschaft ist &ndash; kein Thema, das nicht auch auf Twitter ausführlich diskutiert wurde.</p>
<p>Hier sind meine am meisten angeklickten Tweets &#8211; mein eigener Jahresrückblick auf das Twitter-Jahr 2009:</p>
<blockquote><p>First video from film shootings of Andy Garcia&#8217;s film on the 2008 war in Georgia: <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/5123292500">http://ow.ly/wljT</a></p></blockquote>
<p>Der georgisch-russische Krieg von 2008 hat seine Schatten auch auf das laufende Jahr geworfen &ndash; in diesem Fall allerdings auf eine skurille Art und Weise in Form eines Hollywood-Blockbusters, in dem Andy Garcia den georgischen Präsidenten Mikhail Saakaschwili spielt (Dislaimer: die Präsidialverwaltung der russischen Föderation ist ein <a target="blank" href="http://www.dimap-communications.de/referenzen/fallbeispiele/detail/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit-zur-russischen-g8-praesidentschaft">Kunde</a> meines Arbeitgebers dimap communications).</p>
<blockquote><p>Moldova: The Twitter Revolution <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/1475120047">http://ow.ly/2ki8</a></p></blockquote>
<p>Noch einige Monate vor den <a href="http://www.danielflorian.de/2009/06/15/why-twitter-beats-traditional-news/">Wählerprotesten im Iran</a> wurde bei den Wahlen in Moldova deutlich, wie Bürger sich mit Hilfe von Diensten wie Twitter organisieren und damit Druck auf die Machthaber ausdrücken können. </p>
<p>Der mediale Hype um das Demokratisierungspotential von Twitter ist jedoch schnell nüchterneren Analysen gewichen: Evgeny Morozov, Autor des oben verlinkten Artikels, der Twitter als eine große Revolutionsmaschine preist, verdient sein Geld inzwischen mit <a target="blank" href="http://www.ted.com/talks/evgeny_morozov_is_the_internet_what_orwell_feared.html">Vorträgen darüber, wie Twitter das Regiment diktatorischer Staaten stärkt</a>. Auch und gerade im Twitter-Zeitalter gilt also: eine packende Überschrift ersetzt keine gründliche Analyse.</p>
<p>Letztere liefert etwa <a target="blank" href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E15407725A07244E0B2F84DFE036FE6AD~ATpl~Ecommon~Scontent.html">dieser Artikel</a> der Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel, die das Zusammenspiel von Twitter und klassischem Journalismus beschrieben hat. Dieser Link schaffte es zwar nicht in meine Twitter-Charts, aber Fauxpas meiner Leser sei hiermit genüge getan.</p>
<blockquote><p>Germany: Twitterer taps police radio and tweets police tactics during hostage-taking &#8211; 3 died: <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/3403028069">http://ow.ly/kxYZ</a> #schwalmtal</p></blockquote>
<p>Ein eher unrühmliches Kapitel der deutschen Twitter-Geschichte: ein Twitterer horchte den Polizeifunk während einer Geiselnahme ab und zwitscherte über die taktischen Anweisungen der Beamten. Die Tweets wurden erst spät entdeckt und hätten dem Geiselnehmer wertvolle Informationen liefern können, wenn er sie gelesen hätte.</p>
<blockquote><p>Need to convince your boss of the usefulness of Twitter? Show him this piece: <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/5360475281">http://ow.ly/yxut</a></p></blockquote>
<p>Twitter hat 2009 auch viel Kritik auf sich gezogen, etwa weil Abgeordnete den Dienst nutzen, um das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl noch vor der offiziellen Bekanntgabe durch den Bundestagspräsidenten zu verlauten. Klar ist: die News-Hierarchie wird durch Twitter gehörig durcheinandergebracht. Ein &#8220;Twitterstorm&#8221; (wie zum Beispiel das <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/1745063068">Knutsch-In gegen Homophobie</a> in Berlin, ein weiterer &#8220;most klicked&#8221; Link in meinem Twitter-Feed) kann kaum orchestriert werden und ist deswegen beinahe unkontrollierbar.</p>
<p>Was also ist Twitter? Ein emotionaler, liberaler Miet-Mob oder ein Instrument zur Kontrolle der Regierung, wie die &#8220;Trafigura-Affäre&#8221; nahelegt? Der britische <em>Guardian</em>, eines der wenigen Medien weltweit, das sich neuen Medien gegenüber weit geöffnet hat, bietet im obigen Artikel ein paar großartige Argumente zu dieser Debatte, die vielleicht erst im kommenden Jahr tatsächlich abgeschlossen werden kann.</p>
<blockquote><p>Fired via Facebook &#8211; for stupid behaviour: <a target="blank" href="http://twitter.com/daniel_florian/statuses/3225636481">http://ow.ly/jytV</a></p></blockquote>
<p>Und auch dafür ist Twitter toll &ndash; die Verbreitung von trivialen, aber witzigen Meldungen. </p>
<p>Wenn Sie weiterhin auch über Twitter auf dem Laufenden gehalten werden wollen, folgen Sie mir einfach unter <a target="blank" href="http://www.twitter.com/daniel_florian">@daniel_florian</a>!</p>
<p>Abbildung: <a target="blank" href="http://blog.twitter.com/2009/12/top-twitter-trends-of-2009.html">Twitter Trending Topics 2009</a></p>
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		<title>Why Twitter beats traditional news</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2009/06/15/why-twitter-beats-traditional-news/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 20:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[English Texts]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[When protests broke out in the aftermath of the recent election in Iran, many Western journalists were banned from reporting. Several German correspondents for example were told to stay in their offices and not go outside as long as the protests continue. Many did as they were told. Thus, it was up to citizen journalists in Tehran and elsewhere to provide the video footage that we see in our news shows.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="captionright" style="width:350px"><img src='http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2009/06/090615_iran.jpg' alt='Gewalt im Iran: Bürgerjournalisten berichten' />
<p>Riots in Iran: Citizen journalists reported live. Photo: <a target="blank" href="http://www.flickr.com/people/fhashemi/">Faramarz Hashemi</a>, via flickr.com. Licence: <a target="blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">Creative Commons</a></p>
</div>
<p>When protests broke out in the aftermath of the recent election in Iran, many Western journalists were banned from reporting. Several German correspondents for example were told to stay in their offices and not go outside as long as the protests continue. Many did as they were told.</p>
<p>But what are journalists for if they cannot report from an ongoing crisis? In fact, there was little the ARD correspondent could say when he was interviewed in the channel&#8217;s flagship news programme, tagesschau, tonight. So where are we supposed to get our news if not from journalists? You guessed right: from the internet, and namely from Twitter and other social networks.</p>
<p>Over the past days, <a target="blank" href="http://mashable.com/2009/06/14/new-media-iran/">a number of websites have been set up</a> that collect videos, tweets and pictures from protesters and police abuse, informing the broader public at a time when traditional news is unable to do so.</p>
<p>In a special report on ARD, one of Germany&#8217;s public broadcasting corporations, Stefan Meining frankly admitted the dependence of traditional media outlets on internet sources:</p>
<blockquote><p>&#8220;Above all, its young people who endanger themselves by taking these pictures and putting them online despite the official censorship.&#8221;</p></blockquote>
<p>Essentially, that means that young Iranian teenagers and students do the &#8220;reporting&#8221;, while Western correspondents simply search YouTube for video footage and put a story together while sitting in front of their screens.</p>
<p>But it is not mainly the journalists who are to blame for the <a target="blank" href="http://www.nytimes.com/2009/06/15/business/media/15cable.html?_r=1&#038;ref=media">insufficient coverage</a>, and many still do a marvelous and dangerous job. In fact, Western journalists are under strict observation by the Iranian authorities. For them it just seems to be easier to control some hundred journalists than millions of citizens. Therefore, reporting from Iran is a huge risk in these days.</p>
<p>What is interesting to note though is the way that media is changing as a result of the internet revolution: It has always been the task of the media to control the government. But in the internet age, when the media was freed from the constraints of the printing press, it seems that you are no longer dependent on journalists to fulfill that role &ndash; in many (though not all) cases a broadband connection will do. </p>
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		<title>Thorsten Schäfer-Gümbel und die &#8220;Twitter-Affäre&#8221;</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2009/01/28/thorsten-schaefer-guembel-und-die-twitter-affaere/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 19:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Landtagswahlen galt SPD-Kandidat Schäfer-Gümbel als chancenlos. Umso erstaunlicher war daher die Tatsache, dass Schäfer-Gümbel einen exzellenten Internetwahlkampf organisiert hat. Eine Bloggerin hat nun herausgefunden, dass TSG nicht selber getwittert haben soll - ein Skandal? Nicht wirklich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="captionright" style="width:350px"><img width=350px" src='http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2009/01/090128_tsg.jpg' alt='Ghosttweeting: hat TSG seine Wähler angelogen?' />
<p>Ghosttweeting: hat TSG seine Wähler angelogen? TSG-Tweet nach der Hessenwahl.</p>
</div>
<p>Trotz des Kürzels TSG (das wohl an John F. Kennedy erinnern sollte) galt der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel bei den Landtagswahlen im Januar eigentlich als chancenlos. Umso erstaunlicher ist daher die Tatsache, dass Schäfer-Gümbel einen exzellenten Internetwahlkampf organisiert hat.</p>
<p>Vor allen Dingen die Nutzung des noch relativ jungen Microblogging-Dienst <a target="blank" href="http://www.twitter.com/">Twitter</a> hat für Aufsehen gesorgt. Denn im Unterschied zu den meisten anderen twitternden Politikern nutzt Schäfer-Gümbel das Tool nicht zur Verbreitung von Petitessen und Belanglosigkeiten, sondern vermittelt tatsächliche Inhalte und nutzt das Mobilisierungspotential des Netzes. Erstmals führte Schäfer-Gümbel sogar ein <a target="blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/01/10/interview-mit-tsg-auf-twitter/">ganzes Interview über Twitter</a>. Sein Twitter-Experiment war so erfolgreich, dass das Satire-Magazin <em>Titantic</em> sogar einen <a target="blank" href="http://twitter.com/tsghessenspd">falschen TSG-Twitteraccount</a> aufsetzte, in dem ein herzlich-naiver TSG &#8220;der Echte&#8221; über seine Vorlieben für Pils und seine Sekretärin plauschte &ndash; viel Feind, viel Ehr!</p>
<p>Ist es also tatsächlich ein Riesenskandal, dass TSG nicht selber twittert, sondern dies durch eine Agentur erledigen lässt, <a target="blank" href="http://www.spuer-sinn.net/blog3/zwischenruf-11-alles-luge/">wie Tilla Pe findet</a>?</p>
<p>Soziale Netzwerke, Blogs und eben auch Twitter vermitteln natürlich in besonderer Weise das Gefühl von Authentizität &ndash; insofern ist die Empörung verständlich. Aber auch politische Reden werden nicht von den Rednern geschrieben, sondern von spezialisierten Redenschreibern. Verantwortlich für den Inhalt sind natürlich dennoch die Politiker, sie stehen mit ihrer Person für den Inhalt der Rede. Ähnliches lässt sich auch über die Profile von Politikern in sozialen Netzwerken sagen: die Nutzer nehmen Blogposts, Tweets und Statusmeldungen als persönliche Statements eines Politikers wahr &ndash; und dementsprechend viel Sorgfalt sollte man bei der Pflege der Profile walten lassen. Ein Tweet wird als direktes Zitat des Absenders bewertet.</p>
<p>Aber dennoch werden wir uns an Ghosttweeter gewöhnen müssen. Sie sind ebenso Teil der politischen Kommunikation &ndash; wie Redenschreiber und Spin-Doktoren. Politiker wie Ralf Stegner (<a target="blank" href="http://twitter.com/Ralf_Stegner/status/1154588996">&#8220;You get what you see&#8221;</a>) werden in Wahlkampfzeiten sicherlich die Ausnahme bleiben. Für die Berater gilt natürlich umgekehrt, dass die Tweets zur Persönlichkeit des Mandanten passen müssen. Dies scheint bei TSG gelungen zu sein &ndash; wenigstens war der Onlinewahlkampf Schäfer-Gümbels so erfolgreich, dass er Umfragen zufolge unter Internetnutzern sogar noch <a target="blank" href="http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,7504947,00.html">vor Roland Koch lag</a> &ndash; und allein das ist Masstab politischer Kampagnen.</p>
<p>Schäfer-Gümbels Agentur Barracuda <a target="blank" href="http://twitter.com/oliverbarracuda/status/1153296455">weist den Vorwurf des Ghosttweeting zurück</a>: &#8220;Ghostwriter? Nein. Techn. Unterstützung beim Senden von Tweets, wenns anders nicht geht? Ja.&#8221; Egal &ndash; wer Recht hat, lässt sich vermutlich sowieso kaum klären, <a target="blank" href="http://netzpolitik.org/2009/wenn-politiker-mit-ghostwriter-twittern/">wie Markus Beckedahl meint</a>. Schäfer-Gümbel hat mit seiner Kampagne immerhin gezeigt, dass Twitter ein Dienst ist, der im Wahlkampf nicht unterschätzt werden sollte.</p>
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		<title>Barack Obama setzt weiter auf das Internet</title>
		<link>http://www.danielflorian.de/2008/11/09/barack-obama-setzt-weiter-auf-das-internet/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 19:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach seinem historischen Sieg steht Barack Obama vor zwei kommunikativen Herausforderungen: die Republikaner auf seine Seite zu ziehen und die große Erwartungshaltung seiner Wähler zu managen. Dabei setzt der neue US-Präsident auch weiterhin auf die Mobilisierungskraft des Internet - und zeigt dabei die Umrisse eines neuen Regierungsstils: "Open Source Government".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Barack Obama hat in dieser Woche einen historischen Wahlsieg errungen. Der Senator hat nicht nur die Favoritin <a target="blank" href="http://www.danielflorian.de/2008/08/17/wie-hillary-clintons-kampagne-scheiterte/">Hillary Clinton überholt</a>, sondern sich auch gegen den republikanische Kandidaten John McCain durchsetzen können. Mit der <a target="blank" href="http://www.realclearpolitics.com/news/ap/politics/2008/Nov/05/voter_turnout_best_in_generations__maybe_a_century.html">höchsten Wahlbeteiligung seit vielleicht 100 Jahren</a> im Rücken kann sich Obama auf eine breites Mandat stützen.</p>
<p>Bis zu seinem Amtantritt stehen er und sein Team jedoch vor zwei großen kommunikativen Herausforderungen:</p>
<ol>
<li>
<div class="captionright"><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0YIq5Q15L1o&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0YIq5Q15L1o&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></div>
<p>Unter einem Teil der republikanischen Anhängerschaft (und einigen Mandatsträgern) ist die Ansicht verbreitet, Obama sei &#8220;anti-amerikanisch&#8221; oder ein Muslim oder unterhalte gar Kontakte zu Terroristen. Diese Vorwürfe konnte auch John McCain im Wahlkampf nicht stehen lassen und musste seine eigenen Anhänger in einer Talkshow bremsen (siehe nebenstehendes Video). Und auch wenn republikanische Mandatsträger ihre <a target="blank" href="http://www.nytimes.com/2008/11/09/us/politics/09memo.html?_r=1&#038;hp&#038;oref=slogin">harsche Rhetorik nun scheinbar zurückfahren</a> &ndash; bis sich dieser Trend auch in den erzkonservativen Gegenden der USA durchsetzt, braucht es noch eine Menge Überzeugungsarbeit durch Barack Obamas Regierung in-spe.</li>
<li>Der Wahlsieg Barack Obamas hat hohe Erwartungen geweckt. Der neue Präsident muss nun zeigen, dass er nicht nur vom Wandel spricht, sondern ihn auch wirklich bringen kann. Dazu muss er auch kommunikativ einen neuen Gang einlegen. Die <em>Welt am Sonntag</em> <a target="blank" href="http://www.welt.de/wams_print/article2695096/Hoffnungen-enttaeuschen-Hoffnungen-erfuellen.html">berichtet heute über ein Obama-Buch</a> mit dem Titel &#8220;Barack Obama &ndash; Sohn der Verheißung, Kind der Hoffnung&#8221; und ein anderes Buch, dessen erster Satz lautet: &#8220;Es begann in Hawaii in einer Mondnacht, der Nacht, als Barack geboren ward.&#8221; So schreibt man über Propheten, nicht über Präsidenten. Diese hohen Erwartungen zu managen, wird eine schwierige Aufgabe für den Neuen im Weißen Haus sein. Barack Obama scheint sich dieser Herausforderung bewusst zu sein. In seiner <a target="blank" href="http://www.welt.de/politik/article2677761/Barack-Obamas-Siegesrede-im-Wortlaut.html">Siegesrede</a> bemerkte er vorausschauend: &#8220;Es gibt viele, die nicht mit jeder Entscheidung oder jeder Politik einverstanden sein werden, die ich als Präsident mache. Und wir wissen, dass die Regierung nicht jedes Problem lösen kann.&#8221;</li>
</ol>
<p>Davon abgesehen ließ seine Rede noch nicht erkennen, unter welchem Stern seine Präsidentschaft stehen wird. &#8220;Unser Anstieg wird steil sein&#8221;, rief Obama seinen Anhängern in Ohio zu. &#8220;Wir werden nicht in einem Jahr oder selbst in einer Amtszeit dort ankommen. Aber, Amerika, ich war nie hoffnungsvoller als heute abend, dass wir dort hinkommen werden.&#8221; Aber wohin genau der neue Präsident das Land führen will, blieb bislang noch offen. Für seinen Wahlkampf hatte Obama einen Slogan. Für seine Regierung muss er erst noch einen finden. </p>
<div class="captionright" style="width:300px"><img src='http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2008/11/081109_barackobama.jpg' alt='Wohin jetzt? Barack Obama in der Wahlnacht. Foto: Barack Obama, via flickr.' />
<p>Wohin jetzt? Barack Obama in der Wahlnacht. Foto: <a target="blank" href="http://www.flickr.com/photos/barackobamadotcom/">Barack Obama, via flickr</a>, Lizenz: <a target="blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">Creative Commons</a>.</p>
</div>
<p>Eines wird jedoch jetzt bereits deutlich: Barack Obama setzt weiterhin auf die Mobilisierungskraft des Internet und auf die direkte Einbeziehung der Amerikaner, die im Claim &#8220;Yes, we can!&#8221; ihren Ausdruck fand:</p>
<blockquote><p>Ich werde euch zuhören, vor allem, wenn wir verschiedener Meinung sind. Und vor allem werde ich euch bitten, euch der Arbeit anzuschließen, um diese Nation zu erneuern, auf die einzige Art, wie dies in Amerika seit 221 Jahren getan worden ist &ndash; Block um Block, Stein um Stein, schwielige Hand um schwielige Hand.</p></blockquote>
<p>Und genau so wie Obamas Kampagne nicht zuletzt von <a target="blank" href="http://www.heise.de/tr/Das-Geheimnis-seines-Erfolges--/artikel/118349">tausenden über das Internet vernetzen freiwilligen Helfern getragen</a> wurde, nutzt der neue Präsident das Internet auch weiterhin, um den Kontakt zu seinen begeisterten Anhängern aufrecht zu erhalten und möglichst viele Menschen einzubinden. Die eigens für die Transformationsphase eingerichtete Webseite <a target="blank" href="http://change.gov/">change.gov</a> protokolliert die Amtsübergabe haargenau und informiert über Barack Obamas Agenda und seine neue Regierung.</p>
<p>Vor allen Dingen aber werden die Amerikaner aufgefordert, ihre Vision von Amerika mit dem neuen Präsidenten zu teilen &ndash; Obama hört zu. Welche Hoffnungen und Sorgen haben seine Wähler? Welche Probleme sollen von der neuen Regierung gelöst werden? Klassisches &#8220;leadership&#8221; sieht anders aus &ndash; da geht der Präsident voran und das Land folgt. Und sicherlich werden die amerikanischen Medien bald auch mehr Führung des neuen Präsidenten einfordern.</p>
<p>Möglicherweise ist Obamas Webseite aber auch Zeichen eines neues Regierungsstils. Genau so, wie ein soziales Netzwerk wächst, wenn es offen ist und wenn viele an seiner Entwicklung mitarbeiten, ist auch Barack Obamas Wahlkampagne ein Zeichen der Macht der <a target="blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikinomics">Wikinomics</a> &ndash; und vielleicht der Beginn von &#8220;Open Source Government&#8221;: indem Barack Obama seine Anhänger so direkt wie möglich anspricht (und dabei Parteistrukturen und Medien umgeht) schafft er eine unmittelbare Ansprechbarkeit und einen &#8220;direkten&#8221; Draht zu seiner Wählerschaft. Diese wiederum wird mobilisiert, Obamas Politik als &#8220;word of mouth&#8221;-Aktivisten in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, in der Arbeit und in ihrem Basketballverein zu verteidigen.</p>
<p>Vielleicht also will Barack Obama das Erfolgsrezept seiner Wahlkampagne auch in der Regierung nutzen und nicht auf die &#8220;Weisheit der Massen&#8221; (und ihre Mobilisierungskraft) verzichten. Es wäre nicht das erste Mal, dass uns der Senator aus Illinois und neue Präsident der Vereinten Staaten überrascht.</p>
<p>P.S.: Just heute <a target="blank" href="http://www.globaldashboard.org/cooperation-and-coherence/the-other-obama-transition/">greift auch das <em>Global Dashboard</em> dieses Thema auf</a> und liefert zugleich einige Vorschläge, wie Obama seine Unterstützer weiter nutzen könnte.</p>
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		<item>
		<title>Foreign Policy sucht die einflussreichsten Intellektuellen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 21:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Florian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politikberatung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das "Foreign Policy Magazine" und "Prospect" wollen's wissen: wer sind die 20 einflussreichsten Denker auf der Welt? Und die Leser dürfen mit abstimmen. Meine Wahl steht, aber wer gehört Ihrer Meinung nach auf die Liste?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ich mag das <a href="http://www.foreignpolicy.com/" title="Foreign Policy Magazine" target="_blank"><em>Foreign Policy</em></a>-Magazin. Anders als viele andere Politik-Zeitschriften hat es keine Scheu vor der drastischen Zuspitzung. Sie wollen wissen, wer welchen Einfluss in der internationalen Politik ausübt? <em>Foreign Policy</em> macht daraus zusammen mit dem ebenfalls sehr empfehlenswerten britischen <a target="blank" href="http://www.prospect-magazine.co.uk/"><em>Prospect Magazine</em></a> ein globales Intellektuellen-Casting &ndash; und nennt es auch so: &#8220;The Top 100 Public Intellectuals&#8221;. Aber es kommt noch besser: Sie, also die Leser, dürfen nun via Online-Umfrage abstimmen, wer die 20 einflussreichsten Intellektuellen sind &dash; oder neue Namen vorschlagen.</p>
<p>Und hier ist meine Wahl:</p>
<ul>
<li>Niall Ferguson, Historiker und Autor des großartigen Buches <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FEmpire-Demise-British-Lessons-Global%2Fdp%2F0465023282%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1210173297%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=danielflorian-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Empire: How Britain Made the Modern World</a>&#8220;<img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=danielflorian-21&amp;l=ur2&amp;o=3" style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" border="0" height="1" width="1" />&#8220;</li>
<li>Thomas Friedman, einer der großen Vordenker der Globalisierung</li>
<li>Al Gore, der gescheiterte Präsidentschaftskandidat und gefeierte Nobelpreisgewinner – eine unglaubliche Karriere!</li>
<li>Ayaan Hirsi Ali, die streitbare und provokante Islam-Kritikerin und</li>
<li>Lilia Shevtsova, eine der besten Kenner des modernen Russland.</li>
</ul>
<p>Diese Liste ist natürlich absolut subjektiv &ndash; Sie müssen also <a href="http://www.foreignpolicy.com/story/cms.php?story_id=4262" title="Foreign Policy: The Top 100 Public Intellectuals" target="_blank">selbst abstimmen</a>, wenn Sie anderer Meinung sind! Aber: verraten Sie mir Ihre Top-5 und schreiben Sie ihre Liste als Kommentar!</p>
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