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Obama in Berlin: “This is the moment”

Bad in der Menge: Barack Obama nach seiner Berlin Rede.

Bad in der Menge: Barack Obama nach seiner Berliner Rede. Foto: Barack Obama, Lizenz: Creative Commons. Thumbnail: Matt Ortega, Lizenz: Creative Commons

Barack Obama hat eine gute, aber keine umwerfende Rede in Berlin gehalten. Darin erinnerte der designierte Präsidentschaftskandidat an den Ursprung der transatlantischen Partnerschaft, die erst vor sechzig Jahren mit der amerikanischen Luftbrücke nach West-Berlin begann. Und er warnte vor neuen Mauern, die den Frieden in der Welt nicht minder gefährden als die niedergerissene Berliner Mauer:

That is why the greatest danger of all is to allow new walls to divide us from one another. The walls between old allies on either side of the Atlantic cannot stand. The walls between the countries with the most and those with the least cannot stand. The walls between races and tribes; natives and immigrants; Christian and Muslim and Jew cannot stand. These now are the walls we must tear down.

Eine Welt ohne Atomwaffen, ein gerechter Welthandel, ein globales Klimaschutzprogramm: mit diesen Botschaften gelang es Obama, die Europäer für sich zu begeistern. Einen Weg dorthin zeichnete Obama jedoch nicht auf, sondern blieb vage. Keine Frage: rhetorisch ist Obamas Rede brilliant gewesen. Aber kann Obama auch liefern, was er versprochen hat?

Werden die USA dabei helfen, Pakistans Atomwaffenarsenal zu zerstören und ihren Nukleardeal mit Indien rückgängig machen? Kann Obama die Amerikaner wirklich zu CO2-Sparern machen? Stimmt der Kongress einem Sparprogramm im Rüstungsbereich zugunsten der Entwicklungshilfe bei?

Vor allem aber gelang es Obama nicht zu erläutern, unter welchem Motto die transatlantische Partnerschaft in Zukunft stehen soll und in welchem Rahmen sie organisiert werden soll. Im Kalten Krieg war dies noch deutlich: hier der Westen, dort die Kommunisten, hier die Nato, dort der Warschauer Pakt. Aber der Kalte Krieg ist vorbei und die transatlantische Partnerschaft muss neu begründet werden. Was macht unsere Beziehung zueinander heute Besonders? Diese Antwort ist Obama am Donnerstag schuldig geblieben.

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