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dicomm dossier: “Russlands neuer Präsident”

Anfang Mai wird der neue russische Präsident Dimitri Medwedew in Moskau vereidigt. Er übernimmt den Stab von Wladimir Putin, der Russland in den vergangenen acht Jahren wieder auf die Weltbühne zurückgebracht hat: heute ist Russland eine expandierende Wirtschaftsmacht mit neuem außenpolitischen Selbstbewusstsein. Und auch wenn Wladimir Putin wahrscheinlich auch weiterhin als Premierminister eine politisch wichtige Rolle spielen wird, wird Medwedew einen eigenen Regierungsstil entwickeln.

Wer ist Dimitri Medwedew? Und welche Erwartungen stellen wir an die neue russische Regierung? Diese Fragen haben wir ausgewiesenen Russlandkennern gestellt und die Ergebnisse in unserem aktuellen dicomm dossier zusammengefasst:

Andreas Schockenhoff, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Koordinator der deutsch-russischen zwischengesellschaftlichen Zusammenarbeit, sagt in seinem Beitrag: "Wir haben das Interesse an einem politisch und wirtschaftlich modernen Russland" und betont, Deutschland wolle eine an Werten orientierte strategische Partnerschaft mit Russland.

Alexander Rahr, Leiter des Russland/Eurasien-Programms an der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, fragt, ob es Medwedew tatsächlich gelingt, sich von seinem Vorgänger Wladimir Putin zu emanzipieren. Dennoch ist er der Meinung, Medwedew sei ein "Hoffnungsschimmer", weil er einer neuen Generation von Russen angehöre, die keine Beziehungen zum alten Sowjetkommunismus hat.

Auch die Mehrzahl der deutschen "Informationselite" ist zwischen Skepsis und einer hohen Erwartungshaltung gegenüber Russland hin- und hergerissen, wie eine für das Dossier erstellte Zielgruppenbefragung zeigt. Es wird allerdings auch deutlich, dass eine Mehrzahl der Befragten sich mehr Informationen über Russland wünscht.

Ein Überblick über das Regierungsprogramm von Dimitri Medwedew, erstellt aus aktuellen Grundsatzreden des Präsidenten, rundet das Dossier ab.

Als verantwortlicher Redakteur war ich für die Konzeption, die Redaktion und die Umsetzung des Dossiers verantwortlich, das im Mai 2008 erschienen ist.

Das Dossier kann hier heruntergeladen werden (PDF).

(Disclosure: die Russische Föderation ist ein Mandant von dimap communications)

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