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Eine CD für 4.067 Euro?

Der unbekannte Kunde: würde eine Musik-Flatrate im Markt wirklich angenommen werden?

Der unbekannte Kunde: würde eine Musik-Flatrate im Markt wirklich angenommen werden? Foto: Andreas Wilking, via flickr.com

Würden Sie eine CD für 4.067 Euro kaufen? Ich auch nicht. Genau das will aber die Plattenindustrie. Wie der Tagesspiegel berichtete, plant Sony/BMG ein Flatrate-Modell für den Vertrieb seines Musikangebotes. Und das geht so: für sechs bis acht Euro darf der Nutzer soviel Musik herunterladen wie er möchte und diese auf allen Abspielgeräten nutzen. Nur brennen darf er die Musik nicht. Der Haken an der Sache: läuft das Abo aus, hat der Nutzer auch keinen Zugriff mehr auf die Musik, er mietet die Musik quasi nur.

Rechnen wir das mal durch: am 11. April erscheint die neue CD der Kooks, die – wenn sie hält, was das Debütalbum der Band verspricht – garantiert eine meine Lieblingsplatten werden wird. Ich möchte die Platte also für den Rest meines Lebens hören. Und was kostet das?

Mal sehen: Pro Monat muss ich etwa sieben Euro zahlen, die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes ist 919 Monate. Jetzt bin ich bereits 28 Jahre alt, das sind 338 Monate, bleiben 581 Monate. Mal sieben Euro/Monat ergibt 4.067,00 Euro für die neue CD der Kooks.

Ähm, nein danke. Da bezahle ich lieber knapp 10 Euro im iTunes Store oder 13 Euro im Handel, und dafür gehört mir auch, was ich kaufe. Egal, ob ich es auf CD, auf meinem iPod oder auf meinem Handy haben möchte.

(Foto: Andreas Wilking, via flickr.com)

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