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Politische Kommunikation in internationalen Beziehungen

Nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch im internationalen Rahmen sind politische Strukturen und Prozesse zunehmend von medialen Logiken abhängig. In der Wissenschaft wurde die internationale Seite der politischen Kommunikation bislang jedoch weitgehend vernachlässigt.

In dem Band "Politische Kommunikation in internationalen Beziehungen" erläutern 10 junge Autoren die verschiedenen Aspekte von globaler politischer Kommunikation aus kommunikations- und politikwissenschaftlicher Sicht. Die Beiträge gruppieren sich um drei Schwerpunkte: mediale Öffentlichkeiten im europäischen und globalen Raum, Krisenkommunikation auf internationaler Ebene sowie Public Diplomacy.

Um Public Diplomacy geht es auch in dem von Sandra Busch-Janser und mir verfassten Beitrag "Die neuen Diplomaten?" Die durch die Globalisierung verursachten Veränderungen des internationalen Systems, so die These, stellen die Auswärtigen Dienste vor neue Herausforderungen. Neben den traditionellen diplomatischen Beziehungen etablierte sich daher in den letzten Jahren die Public Diplomacy, die direkte oder indirekte Kommunikation zwischen einer Regierung und der Bevölkerung eines anderen Landes.

Ziel dieser Bemühungen ist der Aufbau von Vertrauen und politischem Kapital zur friedlichen Durchsetzung der außenpolitischen Ziele eines Landes. Der Artikel gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen von Public Diplomacy und beschreibt insbesondere die Rolle professioneller Kommunikationsagenturen in diesem Prozess.

Inhalt

I. Mediale Öffentlichkeiten – europäische und globale Perspektiven

Markus Rhomberg: Massenmediale Kommunikation als Motor einer globalen politischen Öffentlichkeit? Strukturprinzipien und Thesen

Gunnar Hammerschmidt: Über den CNN-Effekt hinaus. Ein interdisziplinärer Erklärungsansatz zum Einfluss der Medien in der internationalen Politik des 21. Jahrhunderts

Peer Teschendorf: Die Qualität politischer Kommunikation in der EU. Eine Bewertung anhand der Berichterstattung zur EU-Osterweiterung

II. Krisenkommunikation – Bedrohungen, Terrorismus, Kriege

Holger Stritzel: Die Kommunikation transnationaler Bedrohungen. Ein interdisziplinäres Gesprächsangebot

Daniel Busche: Sicherheitspolitische Kommunikation in Bezug auf Terrorismus

Magnus-Sebastian Kutz: Öffentlichkeitsarbeit im Kosovo- und Irakkrieg. Strukturen, Strategien und rhetorische Muster

III. Public Diplomacy – Akteure und Strategien

Daniil Borovskoy: Russland als problematischer Kommunikationspartner des Westens? Die Selbstdarstellung des russischen Staates in Reden von Präsident Putin 2000-2006

Johannes Bahrke: Auslandsrundfunk als strategisches Mittel europäischer Public Diplomacy im Nahen Osten

Sandra Busch-Janser und Daniel Florian: Die neuen Diplomaten? Public Diplomacy und die Rolle von Kommunikationsagenturen in der Außenpolitik

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